Hartz IV Äußerungen: Anzeige gegen Guido Westerwelle

Hartz IV Äußerungen: Anzeige gegen Guido Westerwelle

Die Äußerungen des FDP-Vorsitzenden zu Hartz IV sorgen in den letzten Tagen für ordentlich Zündstoff sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung. Mit Aussagen wie „Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein“ macht sich der Vize-Kanzler und aktueller Außenminister nicht gerade Freunde.

Wie der niedersächsische Radiosender „Hit Radio Antenne“ berichtet, hat nun ein Empfänger der Sozialleistungen (Gunter C.) aus Filsum im Landkreis Leer „die Nase voll“ von solchen pauschalen Äußerungen und hat Guido Westerwelle wegen Beleidigung und Diskriminierung angezeigt. Eine Bestätigung über den Eingang der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Aurich liegt Berichten zufolge vor.

Im Radio Interview mit „Hitradio Antenne“ äußerte sich Guter C., der seit 2004 krankheitsbedingt nicht erwerbstätig ist und nach dem Krankengeld in Hartz IV abgerutscht ist. Er fühlt sich persönlich durch die pauschalen Äußerungen beleidigt und möchte nicht so dargestellt werden, als ob er sich jetzt auf einem sozialen Teppich ausruhe.

„Wenn er das differenzierter dargestellt hätte, dann wäre das für mich eine klare Sache gewesen, dann wäre es auch eine politische Meinung, aber so wie er sich da geäußert hat, pauschal, diesen Seitenhieb, das hat mit Sicherheit Millionen auch getroffen.“

Gleichzeitig stellt er klar, dass es zwar auch schwarze Schafe gibt, die das Sozialsystem ausnutzen, dies aber kein Grund für pauschale Verurteilungen sei. Gunter C. möchte nicht als „Schmarotzer der Sozialstaates“ gestellt werden und dies auch so nicht hinnehmen. Nach eigenen Angaben kann er die Aussagen von Guido Westerwelle so nicht stehen lassen, auch stellvertretend für all die Leute, die ihren Beitrag in den „Hartz IV Geflechten“ leisten.

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