Geld vom Staat sichert jedem Elften den Lebensunterhalt

7,6 Millionen Menschen – damit jeder Elfte – waren 2008 auf Hilfen vom Staat angewiesen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dafür wurden rund 40,5 Milliarden Euro aufgebracht. Das entspricht knapp 494 Euro je Einwohner. Diese Daten präsentierte gestern das Statistische Bundesamt.

Immerhin: Die Zahlen sind leicht rückläufig. Die Zahl der Leistungsempfänger fiel 2008 fünf Prozent geringer aus als 2007. Auch die Ausgaben schrumpften um rund eine Milliarde Euro. Das Statistische Bundesamt sieht den Rückgang in erster Linie konjunkturbedingt. Ebenfalls dazu beigetragen habe der neue Kinderzuschlag, mit dem Hartz-IV-Leistungen vermieden werden sollen.

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Aufgeschlüsselt nach einzelnen Maßnahmen zeigt die Statistik, dass von den insgesamt 7,6 Millionen Menschen, die Hilfen in Anspruch nehmen, 6,6 Millionen Arbeitslosengeld II erhalten. Traurig aber wahr: 73 Prozent der Hartz-IV-Empfänger gehen einer Arbeit nach, können von ihrem Lohn aber nicht leben, geschweige denn eine Familie ernähren. Hinzu kommen 860.000 Personen, für die Sozialhilfe gezahlt wird. Dazu gehören unter anderem Rentner und chronisch Kranke.