Hartz IV – was soll sich ändern?

Hartz IV – was soll sich ändern?

Von Reformen bei Hartz IV ist aktuell die Rede. Diese sollen mit der neuen Regierung kommen, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden. Was also soll sich bei Hartz IV ändern?

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Geplant sind mitunter Änderungen in den Punkten: Hinzuverdienst, Schonvermögen und Pauschalierung der Wohnkosten

Hinzuverdienst:
Derzeit liegt die Grenze für anrechnungsfreies Einkommen bei 100 Euro. Beträge darüber hinaus, bis 800 Euro, sind zu 20% anrechnungsfrei. Von Beträgen, die 800 Euro übersteigen, bleiben bis 1.200 Euro bzw. 1.500 Euro bei minderjährigen Kindern im Haushalt, 10% anrechnungsfrei.
Mit einer Reformierung der Hinzuverdienstgrenzen will die neue Regierung neue Anreize schaffen, eine Beschäftigung nachzugehen, nach dem Motto:“Wer arbeitet, soll auch mehr haben“.
Leider ist dies bisher nur mit dem Finger auf Wasser geschrieben und die Höhe der Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen unklar. Bisher gibt es seitens der Regierung keine offizielle Angabe, um wie viel die Grenzen steigen sollen.

Vermögensanrechnung:
Mit der Reformierung von Hartz IV ist auch die Anhebung des Vermögens bzw. Schonvermögens geplant. Dies betrifft das Vermögen, welches für die Altersvorsorge dient. Aktuell liegt dieser Wert bei 250 Euro je Lebensjahr des Hartz IV Beziehers. Dieser soll verdreifacht werden und sich auf 750 Euro je Lebensjahr belaufen. Im gleichen Zuge soll veranlasst werden, dass selbstgenutztes Wohneigentum aus der Vermögensanrechnung ausgenommen wird.

Pauschalierung der Wohn- und Nebenkosten
Aktuell werden die Kosten für die Wohn- und Nebenkosten individuell berechnet und an die Hartz IV Empfänger ausgezahlt. Geplant ist eine Abschaffung der individuellen Berechnung und der Umstieg auf Pauschalen, jedoch unter Beachtung der regionalen Gegebenheiten. Hierzu berichteten wir bereits: Gemeindebund fordert pauschale Wohnkostenübernahme.

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