Hartz IV: Arbeitslose sollen Fahrraddieben auflauern

Hartz IV: Arbeitslose sollen Fahrraddieben auflauern

Während auf dem SPD-Parteitag die Forderung nach der Abschaffung von Hartz IV laut wird, aber keine Mehrheit findet, und die Städte über die Aufspaltung der Jobcenter in Kommune und Agentur schimpfen, hat die CDU in Spandau ganz eigene Pläne. Sie will die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen verbessern und setzt dazu auf Hartz-IV-Empfänger. Die Initiative des CDU-Fraktionschef Arndt Meißner hat sogar schon ein Motto: „Haltet den Dieb.“

Da nur 5,4 Prozent der Diebstähle am Bahnhof Spandau aufgeklärt werden können, sollen nun eher ungewöhnliche Maßnahmen Abhilfe schaffen und Rad-Aufpasser eingesetzt werden. Die Idee scheint im Sozialausschuss des Bezirks durchaus Anklang gefunden zu haben. Vorausgesetzt wird allerdings, dass vorher genaue Absprachen mit den zuständigen Behörden getroffen werden. Mit von der Partie wären in diesem Fall neben dem Job-Center auch die Polizei und die Deutsche Bahn. Die fünf Arbeitslosen, die sich um die Sicherheit der Fahrräder kümmern sollen und dafür bezahlt werden, würden aber nicht nur als Wachdienst eingesetzt. Sie sollen zusätzlich an einem Service-Punkt Reparaturen vornehmen oder die Drahtesel auf Sicherheit checken.

Spandau ist mit dieser Idee nicht einmal Vorreiter. In Brandenburg, insbesondere in Königs-Wusterhausen, zeigen die Maßnahmen schon deutliche Erfolge. Ob auch in Spandau demnächst Hartz-IV-Empfänger als Radaufpasser aktiv werden, darüber wird am 25. November abgestimmt.

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