Arbeitslosenquote erschreckend – 1 Million Jugendliche ohne berufliche Perspektive

Arbeitslosenquote erschreckend – 1 Million Jugendliche ohne berufliche Perspektive

Die Zahl ist erschreckend: Die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen bis 25 Jahren ist in Folge der Wirtschaftskrise seit Juli vergangenen Jahres um 16 Prozent gestiegen. Damit haben rund eine Million Jugendliche aktuell keine berufliche Perspektive. Ihnen sei, so Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Linken-Fraktion im Bundestag, der Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt versperrt.

Bekannt wurden die Zahlen nach einer kleinen Anfrage der Linkspartei. Sie hakte nach, wie es angesichts der Krise um die Jugendarbeitslosigkeit bestellt ist.

Direkt auf Hartz-IV angewiesen sind derzeit 430.000 Jugendliche. Hinzu kommen viele, die unter der Rubrik „besondere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen“ geführt werden. Darunter fallen unter anderem die so genannten „Ein-Euro-Jobs“. Für die Linke ist es ein Skandal, dass weder Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU noch der derzeitige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) „das Problem Jugendarbeitslosigkeit anpacken“.

Die Folgen sind gravierend und bergen ein enormes soziales Risiko. Durch Kürzungen beim Hartz-IV-Regelsatz sind indirekt auch die Angehörigen betroffen. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Lebensunterhalt sicherzustellen. Immerhin 50.000 junge Menschen ohne Arbeit haben überhaupt keinen Anspruch auf Geld vom Staat. Wenn, erhalten Jugendliche durchschnittlich 491 Euro Arbeitslosengeld – der Bedarfssatz für einen Alleinstehenden liegt bei 640 Euro im Monat.

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