Hartz IV wird 2010 teurer für den Staat

Hartz IV wird 2010 teurer für den Staat

Die steigende Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und andere Faktoren haben den Staat schon an vielen Stellen zur Kasse gebeten.

Einer Erhebung des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel zufolge werden besonders im Bereich der Transferleistung in diesem Jahr erhebliche Mehrkosten entstehen. Langzeitarbeitslosigkeit ist somit nicht nur für die Betroffenen ein großes Problem in Deutschland.

Laut IfW ist schon 2009 ein teueres Jahr für den Bund, doch 2010 wird das Volumen der Leistungen bei Hartz IV nochmals drastisch ansteigen, wenn sich die derzeitigen Entwicklungen bestätigen sollten. 2009 belaufen sich die Kosten für Hartz IV 37,7 Milliarden, doch im kommenden Jahr klettern diese Ausgaben fast um weitere sieben Milliarden Euro an.

44,6 Milliarden Euro – eine Summe, von der schon jetzt klar ist, dass sie den Bundeshaushalt schwer belasten wird. Dies wäre eventuell vergleichsweise harmlos, wenn sich die zusätzlichen Kosten auf diesen Bereich beschränken würden. Doch ergänzt werden die steigenden Hartz IV Kosten durch sinkende Steuereinnahmen in einem Umfang von fast sechs Prozent in 2009.

Dieser Rückgang wird sich 2010 ebenfalls fortsetzen. Eine echte Lösung für das Problem mit der schwierigen Vermittlung von Hartz IV-lern hat jedoch keine der etablierten Parteien in der Hinterhand, um wenigstens diesen Bürgern zu helfen und die Staatsausgaben zu reduzieren.

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