Neuer Schulbonus bei Hartz IV zu gering

Neuer Schulbonus bei Hartz IV zu gering

Gerade jetzt, da es nur noch wenige Wochen bis zu den kommenden Bundestagswahlen sind, lässt die Regierung keine Gelegenheit aus, um zu betonen, welche Verbesserungen man insbesondere im Bereich Hartz IV geschaffen hat.

Natürlich hat sich innerhalb der Legislaturperiode einiges getan. Doch Kritiker der Reformen sind der Ansicht, dass es sich vielfach um Reformen und Neuerungen gehandelt hat, die Hartz IV nicht so deutlich verbessern, wie es eigentlich nötig gewesen wäre. Dazu gehört etwa die ab Juli gezahlte Leistungspauschale für Schulkosten.

Pro Jahr erhält hierbei jedes Kind 100 Euro, von denen Materialien wie Tornister, Schreibzeug und, Hefte und sonstige Ausgaben getätigt werden sollen. Bei einem Regelsatz von neuerdings 359 Euro sind 100 Euro sicherlich nicht der sprichwörtliche Pappenstiel.

Doch schon auf den Monat heruntergerechnet wird deutlich, dass die Summe nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann für die Hartz IV-Familien. Mit 100 Euro wird der Kauf des Ranzens kaum möglich sein und auch bei der sonstigen Ausstattung müssen die Eltern schon genau auf den Preis schauen, um mit dem 100-Euro-Bonus über die Runden zu kommen.

Selbst befragte Lehrer gehen aus, dass der eigentliche Bedarf eher Kosten verursacht, die aufs Jahr gerechnet mindestens 500 Euro ausmachen. Allerdings, das muss man der Regierung zugute halten, hat sie für die Familien mit Hartz IV-Anspruch immerhin etwas getan. Und davon, dass der Bund die gesamten Schulkosten tragen will, war in der Tat nie die Rede.

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