Hartz IV und der kostspielige Bürokratie-Dschungel

Hartz IV und der kostspielige Bürokratie-Dschungel

Wenn es um Kritik an Verzögerungen der Antragsbearbeitung oder den Auszahlungen geht, sind die Behörden meist schnell mit dem Hinweis auf personelle Engpässe zur Hand.

So klagen die Hartz IV-Stellen im ganzen Land immer wieder darüber, dass sie schlicht unterbesetzt sind und der Antragsflut schlicht nicht mehr standhalten können. Was erwartet wird, ist die Geduld der Menschen mit Anspruch auf die Transferleistung Hartz IV.

Doch es gibt immer wieder Vorkommnisse, die bei den Verbrauchern berechtigte Zweifel an der Arbeitsweise und Neuregelungen aufkommen lassen. So kommt es regelmäßig vor, dass die Argen im Land beispielsweise Änderungsanträge versenden, wenn es um Cent-Beträge aus Zuverdienst bei den Beziehern von Hartz IV geht.

Natürlich spricht die reine Bürokratie aus Sicht von Experten für diese Vorgehensweise. Doch andersherum kann diese Handhabung einmal mehr dahin gehend ausgelegt werden, dass die Behörden allzu streng nach Schema F arbeiten müssen, statt mehr Spielraum für individuelle Bearbeitung zu erhalten. Dabei könnte gerade dies die Bürokratie abzubauen helfen, die soviel Mehrarbeit geschaffen hat in den vergangenen Jahren.

Hinzu kommt eine weitere Tatsache, die für die Hartz IV-ler negative Auswirkungen hat. Schließlich entstehen den Kunden der Argen durch den Papierkrieg mit den Behörden Kosten für Porto und Material, die nicht selten über den Streitwerten liegen.

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