Hartz IV Sanktionen greifen ins Leere

Hartz IV Sanktionen greifen ins Leere

Das renommierte Institut für Wirtschaftsforschung hat sich mit der Frage der Effizienz der verschiedenen Sanktionen befasst, die vonseiten der Argen gegen ihre Kunden verhängt werden können. Mit mehrerlei Ergebnissen.

Einerseits kommen die Experten aus Halle zu dem Schluss, dass die Sachbearbeiter vor allem gegen jüngere Bezieher von Hartz IV mit harten Geschützen vorgehen. So drückt man bei älteren Hartz IV-lern mitunter mal ein Auge zu, wenn Termine oder anderen Pflichten versäumt werden. Nicht jedoch bei denen, die noch jung sind.

Die Sanktionen der Behörden sind vor allem Kürzungen der Bezüge, die durchaus ein empfindliches Ausmaß annehmen können, wenn die Argen nicht das nötige Entgegenkommen sein. Das Problem ist allerdings ein anderes.

Die Studie des Institutes lässt durchblicken, dass die erhoffte Wirkung dieser Sanktionen häufig gar keine oder nur sehr begrenzte Wirkung auf die Einstellung der Bezieher haben. So äußern die Verfasser der ALG II-Studie, die Schaffung von Anreizen wie etwa der Möglichkeit für die Kunden etwas dazuzuverdienen, wäre im Sinne einer positiven Bestärkung wesentlich sinnvoller als die Bestrafung.

Jeder Zehnte Empfänger der Transferleistung Hartz IV macht irgendwann Erfahrungen mit den Strafmaßnahmen der Jobcenter, während bei den Kunden über 50 nur 1,4 Prozent derartige Situationen auf dem Amt kennen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (noch keine Bewertungen)
Loading...