Zu viele Alleinerziehende auf Hartz IV angewiesen

Die aktuellen Zahlen aus dem schönen Sachsen sind durchaus auf den Rest des Landes übertragbar. Die Zahl der alleinerziehenden Elternteile in Deutschland, die nur dank Hartz IV als so genannte Aufstocker imstande sind, über die sprichwörtlichen Runden zu kommen.

Die Grünen erwarten daher, dass die kommende Legislaturperiode für diese Gruppe der Verbraucher möglichst rasche und effektive Veränderungen bringt. Insbesondere die alleinerziehenden Mütter fühlten sich vom Staat oft allein gelassen in ihrer finanziellen Krise, unter der – und dies ist das schwerwiegendste Argument der Grünen – bekanntlich besonders die Kinder zu leiden haben.

    HartzIV.org Newsletter - Nichts mehr verpassen!

    Hol' Dir jetzt unseren kostenfreien Newsletter und beginne schon mit der ersten Ausgabe, Deinen Wissensstand sofort zu verbessern!

    Im Jahr 2007 belief sich die Zahl der Haushalte mit nur einem Elternteil allein in Sachsen auf inzwischen fast 23 Prozent. Die Tendenz ist steigend. Im Bundesschnitt gilt rund ein Drittel aller Alleinerziehenden-Haushalte als arm und verfügt über einen Anspruch auf Hartz IV, um fehlendes Einkommen ausgleichen zu können.

    Arm: Das bedeutet per Definition, dass den Verbrauchern nicht einmal 60% des Durchschnittseinkommens ihrer entsprechenden Region pro Monat zur Verfügung haben. Für die Grünen in Sachsen und in ganz Deutschland ist klar, dass Kinder, Versorgung und Erziehung keineswegs nur Sache der Eltern sind.

    Der Staat müsse sich wieder mehr seiner Verantwortung den Familien gegenüber bewusst werden. Dass Alleinerziehende ohne Hartz IV nicht überleben könne, sei seinerseits ein Armutszeugnis für den Sozialstaat.