Kein Mehrbedarf mehr für kranke Hartz IV Empfänger

Kein Mehrbedarf mehr für kranke Hartz IV Empfänger

Aus vielen Teilen Deutschlands wird derzeit berichtet, dass Hartz IV Empfänger mit unterschiedlichen Krankheiten beim Behördengang wie vor den Kopf gestoßen sind.

Wer als Bedürftiger an einer Krankheit wie etwa Diabetes oder etwa bestimmten Allergien leidet, kommt nicht umhin, sich vorsorglich besonders gesund und angemessen zu ernähren. Vormals erhielten Hartz IV-Bezieher – gleichermaßen wie Sozialhilfeempfänger – eine Zusatzleistung von den Behörden.

Diese Bonusleistungen waren und sind als Zuckergeld bekannt. Geleistet wurden die Zahlungen aufgrund der höheren Lebensmittelkosten, die bei derartigen Erkrankungen entstehen. „Wurden geleistet“ deshalb, weil diese Zuschüsse neuerdings nicht mehr vorgesehen sind.

Diese Art des Mehrbedarfs ist bedingt durch die Korrekturen im Sozialgesetzbuch neuerdings nämlich nicht mehr vorgesehen. Die Entscheidung beruht auf einer Einschätzung des Vereins für öffentliche und private Fürsorge. Nach dessen Einschätzung können erkrankte Hartz IV Empfänger ihren Lebensunterhalt mit dem Regelsatz genauso gut bestreiten wie gesunde Leidengenossen.

Grundsätzliche Bewilligungen entfallen somit seit der Neuregelung. Einzig der Amtsarzt kann nun noch festlegen, dass auf Basis der individuellen medizinischen Fakten ein Mehrbedarf berechtigt ist. Bezieher von Hartz IV, die noch über einen älteren Bescheid verfügen, können bis zum Ablauf der jeweiligen Frist noch das Glück haben, weiterhin in den Genuss des Mehrbedarfs zu kommen.

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