Schonvermögen Debatte bringt neue Kritik an Hartz IV

Schonvermögen Debatte bringt neue Kritik an Hartz IV

Lange hat es aus Sicht der Hartz IV-Gegner gedauert, bis die mangelhafte Absicherung für später bei der Regierung erkannt wurde.

Nun will die SPD doch noch den Handlungsbedarf für die Altersvorsorge entdeckt haben. Eine Anhebung des so genannten Schonvermögens bei Hartz IV soll nun angeblich Abhilfe schaffen, damit die Bezieher später im Rentenalter nicht weiterhin auf Grundsicherung angewiesen sind.

Das nämlich ist schon heute bei vielen Menschen in Deutschland nach dem Ausstand aus dem aktiven Berufsleben – oder eben am Ende von Hartz IV – durchaus keine Seltenheit. Der Status Quo in dieser Sache: Die Altersvorsorge ist nur sehr bedingt vor dem Zugriff durch die Arbeitsagenturen geschützt.

250 Euro pro Lebensjahr sind sicher, darüber hinaus erfolgt eine Anrechnung auf die Hartz IV-Leistungen. die Obergrenze beläuft sich derzeit auf 16 250 Euro. Für ein ganzes Arbeitsleben, das möglicherweise kurz vor den Renteneintritt in Hartz IV strandet, eindeutig zu wenig.

Die Sozialdemokraten besinnen sich nun entweder auf ihre früheren Tugenden, oder sie hat verstanden, dass die Partei für die Bundestagswahlen im September einen Appetitanreger benötigt, damit die Wähler wieder verstärkt Identifikationspotential vorfinden können.

Dass in dieser Sache jedoch vermutlich mit dem Koalitionspartner CDU keine Einigung zu erreichen sein wird, scheint aus wahltaktischen Gründen kaum jemanden zu stören. Dafür hofft man, Wähler von links wieder ins Boot holen zu können.

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