Armut setzt Alleinerziehenden schwer zu in Deutschland

Als das Modell Hartz IV und die Ansätze zur Grundsicherung geschaffen wurden, hatte sich die derzeitigen Entwicklungen sicherlich kaum einer der Experten in diese Richtung und Ausmaß vorstellen können.

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Statt den Menschen dabei zu helfen, ihr Leben zu finanzieren, ist die Zahl der Bezieher staatlicher Leistungen nicht nur aufgrund der Finanzkrise zuletzt immer weiter angestiegen. Eine Gruppe, die besonders stark betroffen ist von finanziellen Engpässen, sind die Alleinerziehenden im Lande.

Dies ergab eine aktuelle Untersuchung zum Thema Grundsicherung, die das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung durchgeführt hat. Nach den Erhebungen des IAB geht sozusagen die Hälfte aller Bedarfsgemeinschaften mit Kindern auf das Konto der Alleinerziehenden. Bundesweit beläuft sich die Zahl der alleinerziehenden Elternteile mit Anspruch auf Grundsicherung auf rund 650 000.

In diesen Fällen wird vom Staat der Basissatz samt Zuschüssen für den Nachwuchs geleistet. Eine Zahl, die sich erneut bestätigt: Rund 95 Prozent der Alleinerziehenden, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, sind Mütter. Die ganze Dramatik der Fakten wird dann deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welchen Anteil an den Haushalten die Alleinerziehenden insgesamt ausmachen: So entfallen auf diese Haushalte wie erwähnt zwar rund 50% der Leistungen für Bedarfsgemeinschaften.

Eigentlich machen diese Haushalte in Deutschland aber nur etwa 18 Prozent. Das IAB mit Zugehörigkeit zur Nürnberger Bundesagentur vergisst jedoch nicht zu erwähnen, dass vor allem viele der Mütter mit Anspruch auf Grundsicherung ohne Berufserfahrung oder gar ohne Ausbildung kaum Aussichten auf einen Job haben in der jetzigen Lage auf dem Arbeitsmarkt.