Hartz IV und kein Ende in Sicht?

Hartz IV und kein Ende in Sicht?

Wegfallende 1-Euro-Jobs, steigende Arbeitslosigkeit und der Armutsatlas des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes waren drei der wichtigen Themen der vergangenen.

Hartz 4 Bescheid nicht OK?
www.hartz4engel.de

Gerade mit letzterem Bericht hat mancher Experte jedoch so seine liebe Müh. Nicht deshalb, weil der Bericht grundsätzliche Aspekte verschweigt. An sich sind die Fakten in vorherrschender Härte dargestellt und zum Ausdruck gebracht.

Doch für die zugrunde gelegten finanziellen Rahmenbedingungen zur Berechnung der Armut in Deutschland wurden nach Meinung verschiedener Instanzen noch nicht einmal die richtigen Grenzen kalkuliert.

Der Verband, so die Kritiker, habe als Einkommensgrenze zur Armutsaufstellung fälschlicherweise nicht die Höchstgrenze von Hartz IV – das Existenzminimum für deutsche Verbraucher – als Basis einbezogen, sondern die Schwelle von 60 Prozent des mittleren Einkommens für einen Singlehaushalt.

Diese Grenze liegt mit immerhin 764 Euro monatlich deutlich über den knapp 350 Euro für Empfänger von Hartz IV. Dank dieser Berechnungsweise fallen die Zahlen im so genannten Armutsatlas aus nachvollziehbaren Gründen unterm Strich deutlich glimpflicher aus als unter anderen Umständen.

Dabei steht sich die Situation auch mit den verwendeten Einkommensgrenzen schon mehr als schlimm dar. Gerade jetzt, da Hartz IV zunehmend häufigere Verwendung finden wird aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage im Land, könnte es in Sachen Armut in Deutschland also schon bald noch weitaus schlimmer aussehen.

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