Sarrazin attackiert erneut Hartz IV Empfänger

Manche Politiker sind für die Medien scheinbar ein stets unerschöpflicher Spender für Parolen, die nicht unbedingt zur Verbesserung der gesellschaftlichen Stimmung in Deutschland beitragen. Der jetzige Vorstand Thilo Sarrazin – vormals Finanzsenator in der Bundeshauptstadt – kann es nicht lassen und holt in einem Interview mit dem Magazin Stern mal wieder ordentlich aus.

Neben den Rentner sind es wie schon vielfach zuvor vor allem die Hartz IV-Empfänger im Land, die der ehemalige Politiker mit skeptischen Aussagen und heftigen Vorwürfen konfrontiert. So äußert Sarrazin zum Thema Rente durchaus noch Gedanken, die auch Rentenexperten teilen.

Ein Anstieg ist seiner Meinung nach bei den Renten langfristig nicht denkbar, die private Altersvorsorge werde auch weiterhin an Bedeutung gewinnen. In diesem Punkt mag man Thilo Sarrazin noch pessimistisch zustimmen, weil Renten nun einmal an das Einkommensniveau gekoppelt sind. Für Hartz IV Familien indes kommt die gewohnte Kritik vom Bundesbank-Experten Sarrazin.

Es sei nach wie vor häufig Fakt, dass sozialschwache Familien mehr Kinder bekommen als Familien, die es sich viel eher leisten könnten. Auf diese Weise sollen die Hartz IV Bezüge über das Kindergeld aufgebessert werden. Bei aktuellen Zahlen, denen zufolge jedes 6. deutsche Kind unter der Existenzminimumsgrenze lebt, sind derartige Aussagen vermutlich auch in den Reihen von Sarrazins Sozialdemokraten ein Kloß, den man vor den Wahlen lieber nicht schlucken würde.

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Zudem gab es erst in dieser Woche Fakten zu den Kosten, die ein Kind bis 18. Geburtstag verursacht. Mit Hartz IV und Kindergeld sind diese Ausgaben sicher nicht zu stemmen.