1-Euro-Jobs für Hartz IV-ler werden weniger

Der Erfolg der so genannten 1-Euro-Jobs wurde seit der Einführung der staatlichen Sozialleistung Hartz IV immer wieder infrage gesteckt.

Inwieweit aus derartigen Arbeitsverhältnissen tatsächlich später eine feste Anstellung werden kann/konnte, soll nicht Thema der Debatte sein. Bekannt ist, dass die 1-Euro-Jobs weniger eine Einstiegsmöglichkeit zurück in den ersten Arbeitsmarkt sein konnten, viele Hartz IV Bezieher beklagten gar die schlechte Bezahlung für eine Vollzeit-Anstellung.

Doch das Modell kann durchaus in anderen Bereichen punkten. Viele Ein-Euro-Jobben geben in Umfragen an, dass sie durch die Tätigkeiten wenigstens wieder einen Sinn im Leben erhalten hätten, insbesondere bei den Jobs im sozialen Bereich. Und genau in diesem Sektor werden immer öfter Stellen abgebaut in dieser Form.

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Was sich eigentlich „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“ für Empfänger und Empfängerinnen des ALG II nennt, sind für viele soziale Träger inzwischen ein wichtiger Bereich geworden, um überhaupt die Nachfrage vonseiten der Bedürftigen bewältigen zu können. In Städten wie Moers und auch etlichen anderen deutschen Städten fallen diese Ein-Euro-Stellen nun zusehends weg

Für die Verbände wie die Arbeiterwohlfahrt ein schwer wiegendes Problem, weil die Stellen meist langfristig als Hilfsbesetzungen kalkuliert wurden. Schon seit Herbst 2008 wurden vielerorts Jobs abgebaut. Möglich war dies für die zuständigen Behörden, weil die Hartz IV über keinen weit reichenden Kündigungsschutz verfügen.