Neue Hartz IV Aufregung nach Bettel-Anrechnung

Neue Hartz IV Aufregung nach Bettel-Anrechnung

So etwas haben selbst die härtesten Mitarbeiter den Argen bisher nicht in Angriff genommen, um ihren Empfängern der Leistung Hartz IV die Bezüge zu kürzen. Ein Mitarbeiter des Sozialamtes in Göttingen hat angeblich einen seiner Schützlinge mit eigenen Augen dabei beobachtet, wie dieser in der örtlichen Fußgängerzone durch Betteln seine Finanzen aufzubessern versuchte.

Dabei handele es sich nicht um einen einmaligen Vorfall, so der Mitarbeiter im Sozialdienst. Die Konsequenzen hat nun wohl der Hartz IV Bezieher zu tragen. Ihm will der Sachbearbeiter des Sozialamtes nun anhand einer Hochrechnung laut einem Schreiben rund 120 Euro von seiner Sozialhilfe abziehen.

Nicht nur für den Paritätischen Wohlfahrtsverband der Region ist dieses bisher eher unbekannte Vorgehen der Behörde der Gipfel des schlechten Geschmacks, der nun unter denkbar schlechten Vorzeichen einmal mehr eine neue Stufe beim Vorgehen gegen Bezieher und Bezieherinnen von Hartz IV und Co einläuten könnte.

Dass in dem Schreiben an den Bezieher von Bettelei als regelmäßigem Einkommen die Rede sein, halten auch etliche Politiker und Sozialexperten für eine Verrohung der behördlichen Sitten. Bei der Stadt Göttingen will man nun retten, was in dieser Sache zu retten ist.

Die Sozialamts-Mitarbeiter jedenfalls seien nicht darauf getrimmt, nach Empfänger mit Hartz IV und Sozialhilfe-Anspruch ausfindig zu machen, die auf diese oder ähnliche Weise etwas dazu verdienen.

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