Hartz IV-Äußerungen von JU-Vorsitzendem hart unter Beschuss

Hartz IV-Äußerungen von JU-Vorsitzendem hart unter Beschuss

Seiner Parteichefin Angela Merkel wird kaum gefallen, wie da mit dem Vorsitzenden der Jungen Union die rhetorischen Pferde durchgegangen sind.

Gerade im großen Wahljahr sollten sich auch Nachwuchspolitiker besser im Griff haben. Nur bei Philipp Mißfelder scheint noch nicht ganz angekommen zu sein, dass das Thema Hartz IV ohnehin schon heiß diskutiert wird und keinen weiteren Zündstoff benötigt.

Mit Formulierungen zu dem seiner Meinung nach hohen Konsum von Alkoholika und Zigaretten bei Hartz IV Beziehern bringt sich der Nachwuchspolitiker bei einem Frühschoppen in Haltern unliebsam in die Medien. Bei den Sozialverbänden und der Opposition kommen Aussagen, eine Erhöhung der Hartz IV-Bezüge kurbele wohl vor allem die Spirituoseneinnahmen und die Absätze von Zigaretten bei den betreffenden Unternehmen an, erwartungsgemäß nicht gut an.

Vor so viel Inkompetenz in sozialer Hinsicht kann man nur den Hut ziehen, so sieht man es zum Beispiel beim Bundesvorstand der Arbeiterwohlfahrt. In Phase wie der jetztigen, in der selbst die höchsten gerichtlichen Instanzen die Regelsätze für die Sozialleistung Hartz IV für zu niedrig erklären, lehnt sich der JU-Vorsitzende mit seinen Statements deutlich weiter aus dem Fenster, als es ihm politisch gut täte.

Der erste Fehlgriff sind die meilenweit am Ziel vorbeigehenden Äußerungen zu einer notwendigen Hartz IV Erhöhung für den christdemokratischen Abgeordneten Mißfelder allerdings ohnehin. Schon vor einigen Jahren machte er von sich reden, als er seine Meinung Ausdruck verlieh, dass künstliche Hüftgelenke nicht für grundsätzlich von der Kasse für die Versicherte ab einem gewissen Alter übernommen werden sollten.

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