Hartz IV: Alleinerziehende stehen im Familienreport schlecht da

Hartz IV: Alleinerziehende stehen im Familienreport schlecht da

Auch wenn in einigen Teilen Deutschlands (wie etwa im schönen Saarland) die Zahl der Hartz IV-Bezieher zurückgeht. Erfreulich sind die Entwicklungen insgesamt nicht unbedingt.

Das muss auch die sonst mit ihrer Arbeit recht zufriedene Ministerin für Familienangelegenheiten, Ursula von der Leyen, zugeben, wenn sie sich die Zahlen zum System Hartz IV genauer anschaut. Bedenklich etwa steht es um die Fakten auf dem Sektor der Alleinerziehenden.

Eltern, die ihren Nachwuchs allein erziehen gehören zum einem großen Anteil zu den Hartz IV-lern. Knapp 40 Prozent – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – aller alleinerziehenden deutschen Eltern sind auf die Leistung vom Staat angewiesen, weil es ihnen neben der Erziehungszeit nicht ermöglicht wird, einer regelmäßigen, den Lebensunterhalt finanzierenden Tätigkeit nachzugehen. Statistisch präsentiert sich die Gruppe wie folgt:

Etwa eine Million männliche Elternteile und immerhin knapp 660 000 deutsche Mütter kommen ohne Hartz IV nicht über die sprichwörtlichen Runden. Diese Zahlen sind das Ergebnis des aktuellen Familienreports, den die Familienministerin zum Wochenstart in Berlin vorstellen konnte. Wie sehr dieser enorme Bedarf am System und nicht an den Beziehern und Bezieherinnen liegt, zeigt eine andere Aussage des Reports.

42 Prozent der alleinerziehenden, die ihr Einkommen mit Hartz IV aufstocken müssen, wären froh und dankbar für eine Möglichkeit zur Kinderbetreuung. Aber nur einem Bruchteil, nämlich 2,6% kann dies auch geboten werden. Ein Mittel gegen Hartz IV, das erkennt auch die Ministerin, ist in maßgeblicher Weise ein verbessertes Angebot zur Kinderbetreuung.

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