IAB fürchtet Hartz IV-Scheitern in der Krise

IAB fürchtet Hartz IV-Scheitern in der Krise

Die Befürchtungen des Nürnberger IAB sind durchaus nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass Hartz IV als Sozialleistung schon in vergleichsweise guten wirtschaftlichen Zeiten zur der augenblicklichen Klagewelle führte.

Wie soll das Modell Hartz IV dann im Umfeld der Krise bestehen, die dem deutschen Arbeitsmarkt aus Sicht der Analysten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung schon bald drohen wird. Die Studie mit dem bedeutungsvollen „4 Jahre Hartz IV“ deckt das IAB eine nicht unbeträchtliche Liste mit Mängeln an, die dem deutschen Sozialsystem zum Verhängnis werden könnte.

Jedenfalls dann, wenn keine umgehende Ausarbeitung neuer, verbesserter Ansätze erfolgen sollte. Schon jetzt steigt die Zahl der Arbeitslosen im Land deutlich an, hinzu addieren sich die grassierende Kurzarbeit in der deutschen Wirtschaft und die ohnehin vorhandenen zahlreichen Jobs im Niedriglohnsegment.

Wenn allein zu Beginn des Jahres deutlich mehr als eine halbe Million Arbeitnehmer ihre Erwerbstätigkeit verlieren, stehen die arbeitsmarktpolitischen Zeichen auf Sturm. Das IAB sieht die Maßnahmen der Regierung zwar als funktionierend, jedoch bei weitem nicht als ausreichend an, um das System Hartz IV als sichere Hilfe für die Verbraucher zu machen. Und das nach vier Jahren.

Wichtig sei insbesondere die Schaffung neuer Programme zur Wiedereingliederung von Hartz IV-lern in den Arbeitsmarkt, mit den 1-Euro-Jobs sei es schlicht nicht getan, vor allem in Zukunft nicht.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (noch keine Bewertungen)
Loading...