Münchner ARGE-Chef sieht Hartz IV als weitgehenden Erfolg

Münchner ARGE-Chef sieht Hartz IV als weitgehenden Erfolg

Nach inzwischen immerhin vier Jahren nutzt der Geschäftsführer der Münchner ARGE, Michael Baab, die Gelegenheit, um ein Resümee über die Ansätze des Arbeitsmarktinstrumentes zu ziehen.

Grundsätzlich kommt der Experte dabei zu dem Ergebnis, dass sich die Maßnahmen gelohnt haben. Bundesweit seien durch das Modell Hartz IV zahllose Menschen wieder in den Arbeitsmarkt integriert worden, andere konnten wenigstens auf den Level des Existenzminimums gebracht werden. Vor allem für die jungen Bezieher der Sozialleistung Hartz IV konnte viel getan werden.

Problematisch sieht Baab hingegen das Entfallen der so genannten Arbeitslosenhilfe. Seitdem die große Mehrheit der Arbeitslosen die Leistung Hartz IV erhalten von den ARGEN beziehen, fallen viel mehr Bürger direkt hart in die letzte Instanz des deutschen Sozialstaates, weil die Arbeitslosenversicherung entfällt.

Bei allem Lob für das eigene Modell erkennt der Geschäftsführer der Münchner ARGE aber auch etwas ganz anderes: Die guten Zahlen im Rahmen der Arbeitslosenstatistiken verdankt die Bundesregierung beim besten Willen nicht einzig und allein Hartz IV. vielmehr hat die konjunkturelle Entwicklung zu einem rasanten Beschäftigungsanstieg geführt seit dem Jahr 2006.

Ein Gebiet auf dem sich viele getan habe, sei der Sektor der älteren Arbeitslosen. Hier gelinge es den Argen immer öfter und besser, die erfahrenen Arbeitslosen wieder an Unternehmen zu vermitteln. Das sehen viele der Arbeitslosen – insbesondere in den Großstädten – leider meist etwas anders.

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