Städte- und Gemeindebund fürchtet Hartz IV-Folgekosten

Die geplanten Korrekturen und Forderungen für die Sozialleistung Hartz IVV stoßen zunehmend auf starke Kritik.

Auf Seiten der Empfänger und Empfängerinnen ist es (wie hier in den Kommentaren gut zu erkennen und nachzuvollziehen) die geringe Auswirkung der Erhöhung der Hartz IV Regelzahlung, die sich pro Tag nur mit wenigen Euro bemerkbar macht. Zu wenig angesichts der drastisch gestiegen Kosten zur Lebenshaltung.

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Doch die Medaille hat wie immer eine zweite Seite mit vollkommen anderen Positionen. So ist es der deutsche Städte – und Gemeindebund, der von einer dauerhaften Erhöhung des bisherigen Basissatzes bei Hartz IV auf die von Sozialverbänden geforderten 420 Euro warnt. Der Hintergrund ist die Aussage, dass eine Anhebung des Regelsatzes die Zahl der Empfänger deutlich steigen ließe durch die neuen Anrechnungsansätze.

Die zusätzlichen Kosten seien kaum zu stemmen. Hinzu kommt der strittige Aspekt, dass der Städte- und Gemeinde befürchtet, viele bisher arbeitswillige Bürger könnten den Anreiz verlieren, sich einen Job zu suchen, wenn die Differenz zwischen dem Hartz IV-Regelsatz und dem Einkommen eines Geringverdieners kaum noch erkennbar ist.

Die Konsequenz: Gerade Alleinverdiener mit Nachwuchs könnten die Sozialleistung beantragen, statt arbeiten zu gehen. Dieses Argument wird den Beziehern, die auch mit 420 Euro monatlich sicher keine großen Sprünge machen können, gewisslich nicht schmecken. Vor allem forderte der Gemeindebund, dass im Falle einer Anhebung der Regelleistung die Kosten auf Bundesebene getragen werden müssten. Somit schimmert der eigentliche Grund der Äußerungen doch noch durch.