DGB fordert mehr Hilfe für Hartz IV-Empfänger

DGB fordert mehr Hilfe für Hartz IV-Empfänger

Die Kritik in manchen Teilen der Bundesrepublik an der Arbeitsweise der Argen wächst nicht nur, sie scheint vor allem auch berechtigt zu sein.

Wer die aktuellen Zahlen aus Städten wie dem nordrhein-westfälischen Duisburg studiert, kann nur bestätigen, dass einiges schief zu laufen scheint. In manchen Duisburger Ortsteilen wird vom Amt an mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen bis zum Alter von 15 Sozialgeld überwiesen, viele stammen aus inzwischen typischen Hartz IV-Familien.

Doch dies sind noch nicht einmal die schlimmsten Zahlen. In manchen Brennpunkt-Stadtteilen deutscher Großstädte sind weit mehr als 40% der Familien auf Hartz IV angewiesen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB sieht vor allem deshalb extremen Handlungsbedarf, weil insbesondere Familien mit Migrationshintergrund Hartz IV beziehen.

Allen Jugendlichen, ganz gleich welcher Herkunft, müssten in Deutschland die Chance auf eine Ausbildung und bei Eignung den Weg an die deutschen Universitäten bekommen. Denn nur Bildung sei eine geeignete Möglichkeit, um der Armut und der Arbeitslosigkeit zu entkommen. Um beim Beispiel der Stadt Duisburg zu bleiben:

Nicht einmal 30% der Schüler und Schülerinnen der siebten Klassen besuchen dort eines der Gymnasien. Auch bei den Argen sieht der DGB eine deutliche Benachteiligung der Hartz IV-Empfänger mit Migrationshintergrund. Vielfach werde diesen Menschen nicht einmal ein Angebot von den Argen unterbreitet, um überhaupt eine Chance auf einen Job zu erhalten. Hier müsse der Gesetzgeber dringend etwas tun.

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