Flexiblere Handhabung für ARGEN bei Hartz IV-Betreuung

Flexiblere Handhabung für ARGEN bei Hartz IV-Betreuung

Was für die Mitarbeiter der Agenturen für Arbeit im Lande vor allem vereinfachte Arbeitsbedingungen sorgen kann und soll, ist für Kritiker der Reformen eine einschneidende Maßnahme, die für die Empfänger der Sozialleistungen weniger Qualität bedeuten soll.

Richtig ist jedenfalls, dass mit dem Inkrafttreten des so genannten „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“ einiges anders als bisher sein wird im Rahmen der Betreuungen der Bezieher vom Arbeitslosengeld II. Die Betreuer sollen ab sofort mit geringerem Aufwand flexibler auf die individuellen Bedürfnisse reagieren können.

Für Beobachter heißt dies vielfach im Grunde nicht viel mehr als: Weniger Service und stärkere Einflussnahme auf das Leben der Bezieher von Hartz IV. Ausnahmslos korrekt sind diese Ansichten keinesfalls.

So haben sich neben den möglichen Einschnitten auch positive Veränderungen ergeben für das nächste Jahr. So können ab 2009 auch verschiedene benötigte Nachweise aus den Etats finanziert werden, dazu zählt unter anderem der Gesundheitspass, der in zahlreichen Jobs unabdingbar ist. Wichtigste Veränderung ist vermutlich jedoch der Anspruch auf einen Hauptschulabschluss.

Jeder Jugendliche und jeder Erwachsene soll in Zukunft einen rechtlichen Anspruch auf diesen Bildungsabschluss erhalten, um so bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten. Dafür entfallen etliche wenig bis gar nicht genutzte Instrumente im Umfeld der ARGEN, zu denen etwa die Befreiung aus der Arbeitslosenversicherung gehörte, wenn ältere Mitarbeiter neu eingestellt wurden.
Nur negative Aspekte bei den Hartz IV-Korrekturen zu sehen, greift jedenfalls zu kurz.

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