Unterstützt der Staat bewusst Lohndumping – Arbeitnehmer mit Hartz IV

Unterstützt der Staat bewusst Lohndumping – Arbeitnehmer mit Hartz IV

Richtig ist: Viele Politiker – insbesondere aus dem wirtschaftsnahen Umfeld – heißen den Niedriglohnsektor herzlichen willkommen, weil er angeblich den Arbeitsmarkt wachsen lässt.

Das mag aus rein wirtschaftlicher Sicht für die Firmen stimmen, die nicht nur günstige, sondern regelrecht billige Arbeitnehmer erhalten. Gedanken über ungerechte Bezahlungen machen sie sich bestimmt nicht, denn wozu ist der Staat schließlich da. So sieht er also, aus der deutsche Fortschritt.

Die Zahl der deutschen Arbeitnehmer wächst deutlich an, die mit dem monatlichen Einkommen nicht über die Runden kommen, Familien trifft es gewohnt am härtesten. Arbeitslosengeld II, also Hartz IV, ist längst nicht mehr nur Sicherung des Existenzminimums für Menschen auf der Arbeitssuche. So sagt es eine Studie der Bundesagentur für Arbeit.

Bis Juli dieses Jahres ist die Zahl der Bürger, die trotz einer regelmäßigen Arbeit mit mindestens 800 Euro brutto zum Amt gehen müssen, um Zuschüsse durch Hartz IV zu beantragen, um fast 15 000 Menschen auf nun 384 467 Bürger angestiegen, seit Januar. Beim Bruttoverdient mit 400 bis 800 Euro monatlich sieht es nicht viel anders aus:

Hier wuchs die Gruppe der Bezieher um knapp 12 000 Arbeitnehmer auf nun 243 550 an. Sinkende Zahlen bei den arbeitslosen Hartz IV-Empfängern, dafür jedoch ein deutlich steigender Bedarf bei den Aufstockern? Für den Deutschen Gewerkschaftsbund ein mehr als erdrückendes Ergebnis dafür, dass Deutschland mit Hartz IV inzwischen selbst aktiv zum Niedriglohnsektor beiträgt, damit Menschen für brutto weniger Geld immer mehr arbeiten.

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