Finanzkrise zieht Arbeitsmarktlage nach unten

Finanzkrise zieht Arbeitsmarktlage nach unten

Abzusehen war die Entwicklung durchaus. Doch die Zahlen, die das IAB bekannt gibt für den deutschen Arbeitsmarkt sehen schwarz auf weiß dann doch noch mal etwas anders aus.

Insgesamt sieht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Zahl der Arbeitslosen i Deutschland wieder mit deutlich steigender Tendenz. Kein Wunder, schließlich hat die Krise auf den internationalen Wirtschaftsmärkten die ganze Welt eiskalt erwischt, nicht nur in der Bankenbranche müssen noch Tausende Arbeitnehmer noch mit Kündigungen rechnen.

Grundsätzlich sieht das IAB die zukünftige Zahl der Arbeitslosen auch weiterhin bei etwa 3,3 Millionen im Schnitt auf das Jahr 2009 gerechnet. Allerdings ist der Grund für die vermutlich gleichbleibende Größe die gute Marktsituation zum Jahresbeginn. Aus wirtschaftlicher Sicht gehen die Experten von einem minimalen Wachstum aus, wenn es nicht sogar ein Nullwachstum für den deutschen Arbeitsmarkt geben sollte, so die aktuelle Studie des Institutes, die zum Wochenende veröffentlicht wurde.

Die Unterbeschäftigung im Lande wird den Prognosen des IAB gemäß auf einen Wert von etwa 4,4 Millionen sinken. Verglichen mit dem Jahr 2005 wäre die Zahl um immerhin 30 % zurückgegangen. Die Veränderungen der Unterbeschäftigung sind der Studie zufolge jedoch auf Umstrukturierungen in den Berechnungsmodellen zu schieben, etwa, weil Ansätze wie die 58er-Regelung bei Arbeitslosengeldstatistisch anders einbezogen werden.

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