Studierende in Frankfurt beraten zu Hartz IV-Fragen

Studierende in Frankfurt beraten zu Hartz IV-Fragen

Modellprojekte haben es in Deutschland nicht immer gerade leicht, wenn sie sich in der Bewährungsphase der Probe aufs Exempel ausgesetzt sehen. Was die Fachhochschule Frankfurt aber derzeit in die Tat umsetzt, stößt bei vielen Geringverdienern und Arbeitslosen auf offene Ohren.

Knapp über ein Dutzend der eingeschriebenen Studierenden im Bereich Sozialarbeit und Sozialpädagogik widmen sich in einem einmaligen Praktikum Projekt der Bewältigung von Fragen Bedürftiger zum Arbeitslosengeld.

An einem Morgen in der Woche stehen die Studierenden den fragenden Menschen für zwei Stunden mit Rat und Tat zum Thema Arbeitslosengeld II und anderen Problemen mit dem Sozialgesetz zur Seite. So soll den Ratsuchenden ein wenig die Angst genommen werden, die viele inzwischen verspüren, die auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind, jedoch selbst den Durchblick verloren haben.

Diese kostenlose Beratung nehmen die Bürger scheinbar mit großer Begeisterung auf. Neben dem Arbeitslosengeld ist zunehmend auch der Bereich der häuslichen Pflege ein Thema für die Besucher der ungewöhnlichen Sprechstunde.

Für die Nachwuchsberater ist das Projekt eine gute Chance, theoretische und praktische Ansätze im direkten universitären Umfeld kennen zu lernen und besser auf die Bedürfnisse der Menschen vorbereitet zu sein, mit denen sie vielfach nach Abschluss des Studiums arbeiten werden.

Die Nachfrage jedenfalls ist nicht nur unter den Bürgern groß, auch viele aktive Sozialarbeiter aus externen Einrichtungen nutzen die Gelegenheit, sich auf den neuesten Stand bei Hartz IV und anderen Richtlinien bringen zu lassen.

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