Studie zu Hartz IV Höhe bewirkt politische Turbulenzen

Die in der vergangenen Woche bereits kurz erwähnte Studie zur Mindestsicherung durch Hartz IV der Chemnitzer Professoren Fischer und Thießen lässt die Debatte wieder neu in Fahrt kommen, nicht nur vor dem Hintergrund bundespolitischer Vor-Wahl-Meinungsverschiedenheiten.

Die Forscher haben sich mit der notwendigen Höhe der Hartz IV-Bezüge befasst, die in der Bundesrepublik zum Leben bereit gestellt werden müssen. Im ganzen Land stoßen die Ergebnisse auf Widerstand und empörte Reaktionen, obwohl die Wissenschaftler zügig mitteilten, dass sie mit ihrer Studie keinesfalls den bedürftigen Steine in den Weg legen, sondern eine subjektive Studie aufstellen wollten.

Mit dem Ergebnis, dass sie der Ansicht sind, dass ein Empfänger von Arbeitslosengeld II monatlich auch mit deutlich weniger Geld über die Runden kommen könnten als derzeit üblich. Der Regelsatz liegt bekanntlich bei 351,00 Euro.

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Die Studie kommt zumindest für die Region um Chemnitz zu dem Schluss, dass Summen bis 278 Euro plus Wohngeld und Heizkostenzuschuss durchaus ausreichend sein könnten. Man selbst muss kein Universitäts-Experte sein, um zu erkennen, welche Gefahren für sozial Benachteiligte besteht, wenn derartige Studien wie im aktuellen Falle in den Medien die Runde machen und – bewusst oder unbewusst – fehlinterpretiert werden.

Zusammen mit den neuen TV-Formaten über Sozialermittler ergibt sich auf diese Weise ein bedenklicher Nährboden für Unverständnis in der Bevölkerung den Beziehern von Sozialleistungen gegenüber, die ohnehin einen schweren Stand haben.