Institut warnt vor Abhebung von Hartz IV-Sätzen

Institut warnt vor Abhebung von Hartz IV-Sätzen

Nicht gänzlich unerwartet wird nun doch vor der Erhöhung der Bezüge bei Hartz IV erneut diskutiert.

Zu schön wäre es für die Bezieher vom Arbeitslosengeld II gewesen, wenn ohne lange Debatten mal ganz pragmatisch einfach eine Anhebung der Regelsätze umgesetzt worden wäre. Gut 70 Euro mehr pro Monat waren im Gespräch. Aber nun kommt von berufener Stelle die Warnung vor der erhofften Regelsatz-Anhebung.

Das eigene Forschungsinstitut der Bundesarbeitsagentur, das IAB, spricht sich öffentlich gegen eine solche Aufstockung der Regelbezüge auf 420 Euro monatlich an. Wieso und dass die Pläne der Grünen bei der Leistung Hartz IV und verschiedener Wohlfahrtsverbände kritisiert werden, war absehbar. Die Staatskassen würden um etwa zehn Milliarden Euro mehr belastet als bisher.

Dem Steuerzahler wird dies auch so klar gewesen sein, dass höhere Ausgaben eine Mehrbelastung bedeuten. Die Marktforscher der BA in Nürnberg gehen aber noch weiter, indem sie äußern, dass eine Anhebung die Gruppe der Hartz IV-Bezieher um gut zwei Millionen Menschen anwachsen ließe.

Logisch, wenn die Bemessungsgrenze steigt, kommen mehr Menschen in den Genuss der Sozialleistungen. All diese Bedenken ändern jedoch nichts daran, dass in Deutschland mehr und mehr Menschen in ernste finanzielle Probleme geraten durch die steigenden Energie- und Lebensmittelkosten. Das sollten auch die Statistik-Experten verstehen können.

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