Nebenjob vom Nachwuchs wird auf Hartz IV angerechnet

Viele Schüler und Schülerinnen nutzen ihre spärliche Freizeit dazu, sich etwas dazu zu verdienen. Bei Familien, die von Hartz IV verziehen, wird allerdings ordentlich angerechnet.

Diejenigen, die beim Austragen der Tageszeitung und anderen Nebentätigkeiten erste eigene Job-Erfahrungen sammeln, kassieren meist als Geringverdiener brutto für netto. Sofern die Beschäftigungen sind und die Freibetragsgrenze des Existenzminimums von 7680 Euro nicht übertreffen, sind auch keine Steuern und Sozialabgaben fällig.

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Liegt jedoch die bei Hartz IV-Bezügen zu berücksichtigende Bedarfsgemeinschaft vor, so wird das Einkommen der Kinder ins Gesamteinkommen der Familie miteinberechnet. Offensichtlich ist, dass da unter dem Stricht schnell nicht mehr allzu viel übrig bleibt.

Natürlich gibt es auch hier Freibeträge. Geht der Nachwuchs in den Sommerferien arbeiten, bleiben 20 Prozent vom Verdienst plus ein Freibetrag in Höhe von 100 Euro außen vor, alle weiteren Einkünfte werden vom Staat zur Berechnung des Familienbedarfs herangezogen, um den Regelsatz ermitteln zu können.

Man könnte nun fragen, wer denn einen Nebenjob der Kinder anmeldet beim zuständigen Jobcenter. Die Antwort ist einfach: Tun sollte dies jeder, denn bei Verschweigen drohen schmerzliche Bußgelder bis zu 2 500 Euro, die sicher deutlichere Spuren hinterlassen. Bitter für die arbeitswilligen Schüler ist die Regelung dennoch.