Hartz IV zwischen Hilfsmaßnahmen und Medienausbeute

Hartz IV zwischen Hilfsmaßnahmen und Medienausbeute

Die Wellen schlagen hoch, wenn es um das neue TV-Format im Privatfernsehen geht.

Viele Empfänger von Hartz IV im ganzen Land fühlen sich über einen Kamm geschert mehr als ungerecht behandelt durch den Privatsender Sat 1.
Während verschiedene Wohlfahrtsverbände wie etwa die Caritas mögliche neue Ausbildungsansätze für Langzeitarbeitslose in Erwägung zu ziehen, geht der Sender lieber auf Quotenfang, um die negativen Ausnahmefälle der vermeintlichen Hartz IV-Schmarotzern an die große Medienglocke zu hängen und das öffentliche Bild von den Arbeitslosengeld-Beziehern weiter zu verschlechtern.

Ein besseres Beispiel für die verschiedenen Ansätze kann es kaum geben. Auf der einen Seite die Caritas, die wirklich etwas zu bewegen versucht, indem sie Langzeitarbeitlose zu so genannten Energiesparberatern umschulen möchte, die anderen Arbeitslosen beim Senken der Energiekosten helfen sollen.
Sat 1 hingegen nutzt lieber die Gunst der Stunde, um Quote auf Kosten anderer zu machen. Denn auch wenn in der neuen Sendung hin und wieder Fälle gezeigt werden sollen bei den Arbeitslosengeld-Betrug aufspürenden Sozialfahndern, hängen bleiben bekanntlich immer die schlechten Momente beim Zuschauer.

Dass es eine Berechtigung für die Berufsgruppe der Sozialfahnder gibt, will niemand bestreiten, denn kriminelle Energie gibt es beim Großverdiener wie beim Arbeitslosen am anderen Ende der Leiter.

Ob beim Aufspüren jedoch beim heiklen Thema Arbeitslosengeld ein Kamerateam mit an Bord sein muss, darf bezweifelt werden.

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