Von Hartz IV zum Pflegeprofi

Von Hartz IV zum Pflegeprofi

Gemäß dieser Überschrift stehen bei der Bundesagentur laut Presseberichten Pläne an, die aus mehreren Tausend Empfängern von Hartz IV Arbeitskräfte für den Pflegesektor machen sollen.


Genau gesagt für die Pflege von unter Demenz leidenden Bürgern, sofern sich die Gerüchte als wahr bestätigen. Dabei sind keine umfassenden Ausbildungen geplant. Vielmehr sollen die Hartz IV-Bezieher eine vergleichsweise kurze Einführung in die Pflegearbeit erhalten, die nichts mehr mit den Umschulungs-Kursangeboten aus der Vergangenheit zu tun hätten.

Nur einige Praktika sowie knapp über 150 Stunden Pflegeunterricht seinen laut den Ansätzen der Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung einkalkuliert, bevor die neuen „Fachkräfte“ auf die Erkrankten losgelassen werden soll. Pflegeexperten sagen, dass die Ausbildungsmaßnahmen selbst für Menschen, die sich gut auf den Umgang mit Menschen verstehen oder bereits über Erfahrung verfügen, schlicht zu kurz ausfallen.

So ist man beispielsweise bei der Deutschen Alzheimergesellschaft der Ansicht, dass der Einsatz der umgeschulten Pfleger und Pflegerinnen mitunter sogar kontraproduktiv sein könnte, weil die Empfänger der Sozialleistungen durch Unsicherheit Fehler bei der Pflege der Patienten machen könnten.

Gegen die Mithilfe an sich haben die Experten nichts einzuwenden, allerdings beliefen sich die Unterrichtsstunden in vergleichbaren Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit mit 900 Unterrichtsstunden auf fast das Sechsfache. Inwieweit die ALG-Bezieher zudem mit entscheiden dürfen, ob der Pflegebereich für sie das richtige ist, steht noch in den Sterne.

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