Diät bringt Dresdner Hartz-IV-Bezieher mehr Geld

Immer wieder berichten die Medien über kuriose Gerichtsurteile. Für die Empfänger von Hartz IV gibt es jetzt auch mal Neuigkeiten.

Unter dem Aktenzeichen S 23 AS 2033/08 ER gibt es nun ein solches Urteil, dass mit den Ansprüchen von Hartz IV-Empfängern in Ausnahmesituationen befasst und für viele Verbraucher etwas unerwartet gefällt wurde.

Das Dresdner Sozialgericht hat einem Mann, der die staatliche Beihilfe Arbeitslosengeld II zum Lebensunterhalt erhält, den Mehranspruch an finanziellen Mitteln bestätigt; den seine Erkrankung bzw. sein allgemeiner gesundheitlicher Zustand nach sich gezogen hat. Der Mann leidet an einer Hyperurikämie.
Um diese Erkrankung zum Abklingen zu bringen, hat ihm sein Hausarzt purinarme Ernährung als Diät verordnet. Diese Ernährungswiese jedoch ist besonders kostenintensiv. Für die Versorgung muss laut Sozialgericht der so genannte Grundsicherungsträger – kurz: der Staat – aufkommen.
Das arbeitslose Familienoberhaupt aus Hoyerswerda bezieht nun wegen seiner Gicht-fördernden Erkrankung zum normalen Arbeitslosengeld II zusätzlich monatlich 33 Euro extra, um seine Diät den Vorschriften seines Arztes entsprechend finanzieren zu können.

Beim Urteil berief sich die Sozialkammer auf den Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge, der sich bereits im Jahr 1997 für einen Mehrbedarf auf Seiten erkrankter Arbeitsloser ausgesprochen hatte, einzig die Höhe der zusätzlichen Aufwendungen wurde vom Gericht individuell bemessen.

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