Hartz IV und ALG II – Hausbesuche vom Amt

Hartz IV und ALG II – Hausbesuche vom Amt

Viele Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger beklagen die Entwürdigung durch Behördenmaßnahmen.

Für die große Mehrheit der Arbeitslosen ist es ohnehin schon schlimm genug, keine neue Arbeitsstelle zu finden, auf die Leistungen des Staates angewiesen zu sein und regelmäßig die unangenehmen Fragen beim Gang in die örtliche Arbeitsagentur ertragen zu müssen.

Nun verschärfen viele ARGE-Zweigstellen die Maßnahmen gegen die Arbeitlosen, gern genutzt ist dabei der Hausbesuch. In den Medien berichten immer wieder Empfänger von Arbeitslosengeld IIdarüber, dass sie unangemeldet Besuch von Mitarbeitern der ARGE im Außendienst erhalten.

Die Sachbearbeiter versprechen sich von diesen Aktionen den Nachweis möglicher Missbrauchstatbestände, bei denen Bezieher eigentlich keinen Anspruch hätten. In der Politik regt sich insbesondere bei der Linken in Thüringen Unmut über die Maßnahmen gegen die Bedürftigen. Als entwürdigend werden die Hausbesuche angeprangert, da das Schicksal vieler Arbeitsloser an sich schon schwer genug wiege.

Viele der kontrollierten Bürger wüssten gar nicht, welche Rechte sie in Anspruch nehmen könnten. So dürften die Hausbesuche zwar stattfinden. Unangemeldet muss aber niemand die Mitarbeiter der ARGE in die Wohnungen lassen. Der so ausgeübte Druck auf die ALG II-Empfänger stehe in keiner Relation zu den erzielten Effekten. In den ARGE-Stellen wird währenddessen der zunehmende Einsatz der „Detektive“ geplant.

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