Schwierigkeiten mit Mietzahlungen bei ALG II-Wohnungen

Schwierigkeiten mit Mietzahlungen bei ALG II-Wohnungen

Immer mehr Vermieterverbände fordern direkte Zahlungen der Ämter an Vermieter.

Viele Hartz IV-Empfänger sehen sich ins Zwielicht gerückt durch die aktuellen Forderungen von Eigentümervereinen in ganz Deutschland. Wenn es nach Haus- und Wohnungsvermietern in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern geht, sollen Mieten für ALG II-Bezieher so schnell wie möglich nicht mehr den Umweg über die Konten der Bedürftigen fließen, sondern direkt auf dem Vermieter-Konto verbucht werden.

Schon seit einiger Zeit ist dieses Thema ein Brennpunkt zwischen den Arbeitsgemeinschaften und den Zusammenschlüssen der Vermieter. Die Beweggründe für die Wünsche der Vermieter liegen auf der Hand. Zunehmende Zahlungsverzögerungen und die so genannten Mietnomaden machen den Haus- und Grundbesitzern das Leben schwer.

Die Behörden halten dagegen, dass nicht grundsätzlich jedem Bezieher von Arbeitslosengeld böse Absicht und kriminelles Handeln im Umgang mit dem Wohngeldunterstellt werden dürfe. Vielmehr ist die eigenständige Verwaltung der Bezüge, dazu gehört eben auch die Miete, ein Stück Selbstständigkeit, das den Menschen im Leben nicht genommen werde dürfe.

Zudem komme es bekanntlich auch bei Bürgern, die keine staatlichen Bezüge erhalten, immer wieder mal zu Verzögerungen bei den Mietzahlungen. Aus Behördensicht müssen Vermieter dieses Risiko mit einkalkulieren. In einigen deutschen Städten jedoch gibt es die gewünschte Regelung inzwischen, es ist also mit weiteren Beharren der Vermieter und ihrer Interessenverbände zu rechnen.
Dabei ist die direkte Überweisung des ALG-Wohngeldes nach zwei oder maximal drei ausbleibenden Mietzahlungen durch die „Arbeitsämter“ ohnehin bereits Gang und Gäbe.

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