Sollen Hartz-IV-Kids in Zukunft das Kindergeld finanzieren?

Sollen Hartz-IV-Kids in Zukunft das Kindergeld finanzieren?

Die Vorwürfe gegen Finanzminister sind drastisch; angeblich stammen die geplanten Kindergeld-Erhöhungen ab 2009 aus Einsparungen im Hartz IV-Sektor.

Der Haushaltsentwurf für 2009 steht, nun beginnen die üblichen Diskussionen darüber, wo Einsparungen möglich sind und wo sie auf keinen Fall durchführbar sind. In diesem speziellen Fall hat sich Finanzminister Peer Steinbrück ordentlich in die Nesseln gesetzt.
Angeblich sollen für den Entwurf des Haushaltes für die Jahr 2009 die Menschen weniger Geld bekommen, die ohnehin am wenigsten haben.
So zumindest äußern sich kritische Stimmen wie das „Bündnis gegen Kinderarmut durch Hartz IV. Laut den Vorwürfen will das Finanzministerium umfangreiche Mittel für die Erhöhung des Kindergeldes bereitstellen. Die Gelder jedoch stammen aus Kritikersicht aus Sparmaßnahmen, die bei Harzt IV – dort insbesondere bei den Kindern – weniger ausbezahlt würden. Diese Einsparungen belaufen sich nach Berechnungen der Initiativen auf gut 500 Millionen Euro.

Aussagen der Regierung, so die Kritiker, man wolle alle Kinder durch die Erhöhung des Kindergeldes um 10 Euro pro Monat unterstützen, seien nichts als Heuchelei, denn das zusätzliche Geld werde auf den Regelsatz angerechnet und komme auf diese Weise eben nicht jeder bedürftigen Familie als Bonus zum Kindergeld zu Gute.

Die Hartz IV-Kürzungen rechnen sich unter anderen dadurch, dass bei Schulkindern, die noch nicht das 14 Lebensjahr erreicht haben, die bisher üblichen 20% mehr Geld als bei den Zahlungen für einen Säugling gestrichen werden.

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