Erstaunliche Sonderfälle bei Hartz IV- Empfängern

Die Bundesagentur für Arbeit hat nach einigen statistischen Erhebungen herausgefunden, wer in Deutschland die höchsten Sozialleistungen kassiert. Nach diesen Erhebungen hat eine Familie aus Nürnberg mit 9 Kindern ca. 2 Jahre lang 3.864,38 Euro nach Hartz IV erhalten. Was im ersten Moment erstaunlich hoch klingt, ist nur der aufsummierte Bedarfssatz von 208 Euro pro Kind bis zum 14. Lebensjahr und 278 pro Kind zwischen 14 und 25 Jahren.

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Trotzdem hat dieser Fall auch bei BA-Chef Frank-Jürgen Weise die Diskussion losgetreten, ob es nicht Fälle gibt, in denen die Leistungen nach Hartz IV wesentlich attraktiver sind als eine bezahlte Arbeit. Diese Meinung vertritt auch Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler. Nach seiner Aussage sind die Lohnnebenkosten und die Steuern nach wie vor zu hoch, so dass es kaum Anreize gibt, eine normal bezahlte Arbeit anzunehmen.

Berechnungen des Bund der Steuerzahler haben ergeben, dass im obigen Fall der Mann aus Nürnberg mit einer regulären Beschäftigung 3.358 Euro Brutto hätte verdienen müssen, zu denen sich noch 1.536 Euro Kindergeld gesellt hätten, um unterm Strich das Gleiche zu haben, wie durch Leistungen nach Hartz IV.