Forderung nach mehr Geld für Hartz-IV-Kinder

Forderung nach mehr Geld für Hartz-IV-Kinder

Der Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hält eine Anhebung der Regelsätze für Kinder von Hartz-IV-Beziehern um monatlich zehn Euro für möglich.

Allerdings, so Müntefering, müsse man sicherstellen, dass das zusätzliche Geld auch wirklich bei den Kindern angekomme. Das Geld solle zum Beispiel dafür eingesetzt werden, um die gesunde Ernährung von Kindern zu fördern. Allerdings sollte eine mögliche Anhebung der Regelsätze für Kinder nur ein Punkt eines Gesamtkonzepts zur Bekämpfung der Kinderarmut sein.

Zurzeit betragen die Regelsätze für Kinder von Hartz-IV-Empfängern unter 14 Jahren 208 Euro und für Kinder zwischen 15 und 25 Jahren 278 Euro.

Sollte man im Rahmen einer derzeit laufenden Überprüfung der Anpassungsmechanismen für das Arbeitslosengeld II zu dem Ergebnis kommen, dass man die Regelsätze für Kinder um zehn Euro erhöhen muss, wären das Mehrkosten in Höhe von etwa 500 Millionen Euro, so Franz Müntefering.

Der Arbeitsminister möchte generell prüfen, ob die Hartz-IV-Regelsätze angehoben werden müssen. Grund für die Prüfung sind vor allem die stark gestiegenen Preise für Lebensmittel. Müntefering möchte bis November einen neuen Anpassungsmechanismus vorlegen. Allerdings möchte der Arbeitsminister eine mögliche Erhöhung an die Einführung von Mindestlöhnen koppeln. Mit der Einführung von Mindestlöhnen möchte er verhindern, dass noch mehr Geringverdiener Ansprüche auf Hartz-IV-Leistungen haben.

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