Kinderarmut auf Redkordniveau angewachsen

Kinderarmut auf Redkordniveau angewachsen

Noch nie lebten in Deutschland mehr Kinder in Armut und von Hartz IV als zurzeit. Insgesamt leben aktuell in Deutschland zwei Millionen Kinder in Familien, die von Hartz IV abhängig sind oder Eltern haben, welche als so genannte “Geringverdiener“ bezeichnet werden.

Das rechnete nun die Bundesagentur für Arbeit vor. Demnach seien vor allem Kinder aus Familien von Hartz-IV-Beziehern und Geringverdienern von Armut betroffen. Die Zahlen belegen zudem, dass die Kinderarmut in den letzten zehn Jahren signifikant schneller gestiegen ist, als die Armutsrate der übrigen Bevölkerung. Die Zahlen fallen noch drastischer aus, wenn man bedenkt, dass die Geburtenrate in Deutschland seit Jahrzehnten sinkt.

Insbesondere Kinder welche in den neuen Bundesländern leben, sind von Armut betroffen. In Thüringen zum Beispiel ist inzwischen jedes fünfte Kind von Armut betroffen. Das Problem der Kinderarmut fällt in Städten wie Jena oder Erfurt sogar noch drastischer aus. Hier ist sogar jedes dritte Kind betroffen. In Sachsen sieht die Situation kaum besser aus. Den Spitzenplatz hält allerdings Sachsen-Anhalt. Hier leben im Vergleich die meisten Kinder in Armut.

Infolge der stetig anwachsenden Kinderarmut fordern immer mehr Politiker und Verbände eine Anhebung des Regelsatzes für Hartz IV bzw. eine Anhebung des Kinderzuschlags. Erst kürzlich äußerte sich der Präsident des Deutschen Kinderbundes zu der wachsenden Kinderarmut und forderte Sofortmaßnahmen,

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