Besuchsteams kontrollieren jetzt in ganz München

In drei Pilot-Stadtbezirken in München sind seit 2006 Besuchsteams unterwegs, um Empfänger von Arbeitslosengeld II zu kontrollieren. Mit dem Erfolg der Testphase weitet die Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung München die Hausbesuche jetzt auf das gesamte Stadtgebiet aus. Nun sind vier Teams unterwegs.

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Das erfreuliche Ergebnis des Tests: Die meisten Hartz-IV-Haushalte sind ehrlich. Wurden falsche Angaben gemachte, lag die Ersparnis im Durchschnitt bei rund 470 Euro. Gekürzt wurde das Arbeitslosengeld in den meisten Fällen, da nur ein Briefkasten vorhanden war und der Betroffene gar nicht an der angegebenen Adresse wohnte. Auch Personen, die im Haushalt lebten, aber nicht gemeldet waren, sowie bei Einrichtungsgegenständen, die beantragt und danach sofort verkauft wurden, führten zu Leistungskürzungen.

Damit die Besuchsteams aktiv werden können, bedarf es bei Verdacht auf Missbrauch von Leistungen der Weisung eines Sachbearbeiters. Die Teams kommen dann unangemeldet und arbeiten nach strikten Regeln. Für einige Betroffenen hat sich die Kontrolle als durchaus hilfreich erweisen. Wird beispielsweise festgestellt, dass zu wenige Möbel vorhanden sind, wird gezielt geholfen. Die Ergebnisse, die bislang erzielt wurden, sind für die Verantwortlichen durchaus zufrieden stellend.

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