Was Steigende Kinderarmut im Zusammenhang mit Hartz IV

1,9 Millionen Kinder waren in Deutschland im Dezember 2006 von Kinderarmut betroffen. Damit stieg die Zahl im vergangenen Jahr um durchschnittlich zehn Prozent. Nimmt man die Daten des Kinderschutzbundes, sind rund 2,5 Millionen Kinder auf Sozialgeld vom Staat angewiesen. Eine Situation, deren Tragweite bislang kaum beachtet wurde.

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Diese erschreckenden Zahlen legte am Montag das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) vor. Das Plus an Kindern, die von der finanziellen Unterstützung des Staates abhängig sind, liegt in den alten Bundesländern bei rund elf Prozent, in den neuen bei sieben Prozent. Vor allem Kinder von Alleinerziehenden sind mit einer Armutsquote von 30 Prozent betroffen. Das höhere Armutsrisiko liegt, so der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, grundsätzlich bei den Familien.

Verschlechtert hat sich die Situation für Kinder in Deutschland nach Expertenmeinung unter anderem aufgrund der Hartz IV Gesetze. Gerade für Kinder gab es eine Reihe von Veränderungen. Besser gestellt sind mit der neuen Regelung lediglich Kinder bis zum sechsten Lebensjahr. Sieben- bis 17jährige hingegen erhalten einen im Vergleich zum alten Niveau um fünf bis zehn Prozent niedrigeren Leistungssatz.

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