Mutter begründet Hungertod mit Hartz IV

Dass ein Mensch in Deutschland verhungert, ist traurig und darf nicht passieren. Warum jetzt ein 20jähriger Arbeitslosengeld-II-Empfänger an Unterernährung starb, wird sicherlich so weit es geht lückenlos aufgeklärt. Die Tatsache allerdings, dass die Mutter den Tod erst nach mehreren Tagen meldete, spricht schon Bände.

Die 48jährige, die gemeinsam mit ihrem Sohn als Bedarfsgemeinschaft Leistungen nach Hartz IV bezog, ist selbst aufgrund von Mangelernährung geschwächt. Sie hätten kein Geld für Lebensmittel gehabt, nannte sie als Grund für die Tragödie. Für die Verantwortlichen bei der Arbeitsgemeinschaft und auch den Bürgermeister ist das vollkommen unverständlich. Denn es habe niemals einen entsprechenden Hilferuf gegeben.

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    Vielmehr hätten sich die beiden komplett zurückgezogen und auch nicht auf Schreiben reagiert. Termine seien nicht wahrgenommen worden und Einsprüche gegen Leistungskürzungen seit Oktober 2006 nie eingegangen. Eine Pflicht, in solchen Fällen seitens der Arge einzuschreiten, bestehe nicht. Schließlich habe es Arbeitsangebote gegeben – sie seien nur nie angenommen worden.

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