Aufschwung am Arbeitsmarkt hilft nicht allen

Aufschwung am Arbeitsmarkt hilft nicht allen

4,108 Millionen Menschen in der Bundesrepublik sind ohne Arbeit, 114.000 weniger als einen Monat zuvor. Das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent im März 2007. Innerhalb eines Jahres haben somit 869.000 Menschen wieder einen Arbeitsplatz gefunden. Diese Zahlen, die durchaus zur Hoffnung berechtigen, legte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag vor.

Franz-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur, nannte „die ungebrochene Wirkung der konjunkturellen Belebung als wesentlichen Grund für den starken Rückgang. Auch Bundesarbeitsminister Franz Müntefering zeigte sich wie viele andere Politiker zufrieden mit der Arbeitsmarktentwicklung. „Aber“, betonte er, es reiche noch nicht.

Vor allem Langzeitarbeitslose würden noch nicht von dem Boom auf dem Arbeitsmarkt profitieren. Nur 14.000 der insgesamt 114.000 Menschen, die im März? wieder eine Anstellung hatten, seien Arbeitslosengeld-II-Empfänger gewesen. Die meisten kämen aus dem Bereich des ALG I. Sorge bereitet auch die zunehmende Zahl an Erwerbstätigen, die ohne zusätzliche Unterstützung durch ALG II ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten könnten. Im August 2006 waren es eine Million, die davon betroffen waren.

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