Leistung nur bei Arbeit soll 1,4 Millionen Arbeitsplätze schaffen

1,4 Millionen neue Arbeitsplätze für Geringverdiener sind laut dem Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) möglich, würde die von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und seinen Mitarbeitern entwickelte Reformidee für den Arbeitsmarkt umgesetzt. Lediglich rund 146.000 Stellen, damit wesentlich schlechtere Erfolgsaussichten, seien es bei dem von Bundeswirtschaftsminister Franz Müntefering bevorzugten Modell.

Das Konzept von Michael Glos basiert auf einer allgemeinen Arbeitspflicht, bei der Leistungen nur dann ausgezahlt werden, wenn einer Arbeit nachgegangen wird, die dem heutigen Ein-Euro-Job ähneln soll. Zusätzliche staatliche Unterstützung sieht das Modell für jene Arbeitnehmer vor, deren Einkommen den Lebensunterhalt nicht decken kann.

Alle, die bislang Stütze erhalten und mit einem Minijob zusätzlich etwas verdienen, werden bei dem Glos-Konzept Einbußen verzeichnen. Die IZA bezeichnet diesen Weg als „hochgradig wirksam“, da so der Anreiz geschaffen wird, einer regulären Arbeit nachzugehen. Leistungsbezieher, die diese Notwendigkeit bisher nicht erkannt haben, werden damit schlechter gestellt.

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