Geldgeschenke an Hartz-IV-Kinder müssen einen Zweck haben

Geldgeschenke an Hartz-IV-Kinder müssen einen Zweck haben

Geldgeschenke zur Konfirmation können bei Arbeitslosengeld-II-Empfängern nachteilige Folge haben. Mit diesem anfangs leisen Hinweis hat die evangelische Kirche eine Lawine ins Rollen gebracht. Denn es ist zu vielen Anlässen üblich, Geld zu verschenken. Das gilt für die Jugendweihe ebenso wie für die Erstkommunion. Jetzt fragen sich Schenkende und Beschenkte, welche Auswirkungen ein Geschenk nun genau hat.

Die Bundesagentur für Arbeit reagierte jetzt auf das Rumoren und versucht sich in Schadensbegrenzung. Angemessene Geldgeschenke, versicherte Heinrich Alt, führten nicht zu Leistungskürzungen, schon gar nicht beim ALG II der Eltern. Allerdings entscheidet nicht die Bundesagentur über die einzelnen Fälle, sondern es obliegt den zuständigen Jobcentern, das Sozialgeld der Kinder bei Geldgeschenken zu kürzen. Alt rät daher zur Zweckbestimmung, wenn Geld verschenkt wird.

Entsprechende Formulare, so genannte Mustervorlagen, die eine Zweckbestimmung des Geldgeschenkes schriftlich festhalten, finden sich seit einiger Zeit zuhauf im Internet. Mit den Formularen sollen Kürzungen verhindert werden. Möglich sind sie beim Sozialgeld der Kinder bereits ab einem Gesamtbetrag von 50 Euro im Jahr.

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