Ein-Euro-Job im Orchester

Ein-Euro-Job im Orchester

Besonders beliebt sind die so genannten Ein-Euro-Jobs nicht unbedingt. Papier aufsuchen oder Straße fegen ist nicht Jedermanns Sache. In Kiel haben einige dieser Jobs einen ganz besonderen Klang. Das Hartz-IV-Orchester, bestehend aus arbeitslosen Aussiedlern, wird als Ein-Euro-Job anerkannt.

Die Musikwissenschaftlerin und Musiktherapeutin Andrea Jarchow-Atu hat das ungewöhnliche Projekt gestartet. Seit August kommen die 14 Mitglieder des Orchesters regelmäßig zusammen. Sie haben früher als Musiklehrer gearbeitet oder haben Aussicht auf einen Platz an einer der Musikhochschulen – sind also erfahrene Musiker. Der russischen Seele und Musik entsprechend spielen sie voller Leidenschaft und sind mit ganzem Herzen bei der Sache.

Gefördert wird das Projekt noch bis August 2007 von der Kieler Arbeitsgemeinschaft für Arbeit und Integration. Zwei Gründe, warum das Orchester als Ein-Euro-Job bewilligt wurde, sind die bessere Integration und Sprachkompetenz. Durch die Auftritte, bei denen anstelle von Eintritt Spenden für „Ärzte ohne Grenzen“ gesammelt werden, erhöht sich zudem die Chance, potentielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen, betont Jürgen Goecke von der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.

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