Nach dem Urteil: Neuer Name für Hartz IV?

Der Ex-VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz ist rechtskräftig verurteilt. Ihm wurden Untreue und Begünstigung von Betriebsräten vorgeworfen. Das hat für reichlich Zündstoff gesorgt. Zumal sein Name seit 2002 fest mit allen Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik verbunden ist.

HartzIV.org Newsletter - Nichts mehr verpassen!

Hol' Dir jetzt unseren kostenfreien Newsletter und beginne schon mit der ersten Ausgabe, Deinen Wissensstand sofort zu verbessern!

Das nach ihm benannte Konzept, auf dem die Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt beruhen, steht seit Jahren in der Kritik.

Nun werden Forderungen laut, Hartz IV dürfe nicht länger Hartz IV heißen. Den Anfang machte Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Ins gleiche Horn stößt jetzt auch SPD-Fraktionschef Peter Struck. Für beide steht fest, der Name Hartz sei nicht länger tragbar. „Wer Wasser predigt, darf nicht Wein saufen“, so Struck wörtlich. Welcher Name Hartz IV ersetzen soll, wurde noch nicht gesagt.

Für Empfänger von Leistungen nach Hartz IV ergeben sich keine Änderungen, ob der Namen nun bleibt oder nicht. Es wäre dann einfach nur alter Wein in neuen Schläuchen, solange nicht auch die Reformen überarbeitet werden. Die ganze Aufregung gar nicht verstehen kann Peter Hartz. Er stellt sich nach wie vor als Kämpfer für den Erhalt von Arbeitsplätzen vor die Presse.

Schlagwörter: