Beiträge von Tami

    Guten Tag,


    da erschrickt man ja ständig, wenn man liest welche Schlüsse hier gezogen werden, aus dem, was man schildert und versucht richtigzustellen.


    Da ich vielleicht anderen mit meiner Erfahrung doch noch helfen kann, möchte ich erzählen, dass ich - soeben - mit dem Amt telefoniert habe.
    Man hat das Darlehen bereits kurz nach der weiterbestehenden Krankheit und dadurch bedingten Arbeitlosigkeit in eine Beihilfe umgewandelt. Ich habe meine Unterlagen scheinbar nicht gründlich genug studiert und auch einen entsprechenden Aufhebungsbescheid erhalten gehabt.
    Im Übrigen war ich noch längere Zeit mit dem Amt in Kontakt, eben aufgrund der bestehenden Notsituation. Ich habe also nichts verschwiegen, das Amt kannte meine Situation.
    In den letzten sieben Jahren war ich auch noch einige Jahre in Kontakt, bekam aber keine Rückforderung des Darlehens (was ja jetzt erst klar wird warum). Das hat mich im Nachhinein, nachdem ich meine Gesamtlage habe überblicken wollen nach fast 9 Jahren, in meiner derzeit - leider immer noch schwierigen Situation - und mir gründlich über alles Gedanken zu machen.


    Desweiteren ist man mit mir dort freundlicher umgegangen und hat mir mehreres erklärt.


    Im Übrigen:
    Ich bin älter, als man hier scheinbar vermutet (man kann auch ein Studium aufnehmen, wenn man schon älter ist, ich habe einen alternativen Bildungsweg zum Abitur genommen - anfangs noch berufsbegleitend), ich habe vorher schon längerfristige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt. Meine Schulden entstanden durch mehrere Notlagen.
    Bis dato hatte ich - im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen in unserem Land - bis ich über 40 war keinen Führerschein und besaß noch nie ein Auto. Diesen brauchte ich, samt Auto, um den studierten Beruf an einer bestimmten Stelle ausüben zu können. Das zuerst erworbene alte Auto gab dann den Geist auf. Und ich denke, dass ist langfristig gesehen sehr sinnvoll - in der Zeit der Prämien - die billige Anschaffung zu nutzen. Sie müssen auch bedenken, dass - soweit mir bekannt auch Hartz IV Empfängern erlaubt ist, ein Auto zu halten, ebenso wie Privatinsolvenzschuldner, wenn dies beruflich zwingend ist. Ich kann meine Arbeitsstelle nicht zu den Arbeitszeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
    Desweiteren war die Anschaffung des Neuwagens weitaus für mich machbarer, als ein altes Auto mit den ganzen Auflagen und hohen Versicherungenund Steuern (als Neuling) zu ermöglichen.


    Sollten Sie sich angegriffen gefühlt haben, tut mir das leid.
    Ich hatte eher das Gefühl, ich werde angegriffen und einfach nicht verstanden. Ich habe das Gefühl, die Kommunikation hier ist wirklich nicht gelungen. Schade.


    Zum Thema andere Foren: es war ein sehr seriöses Forum - von öffentlicher Stelle - daher denke ich nicht, dass es schädlich war.


    Viele Grüße und alles Gute,
    Tamara

    Nochmal abschließend zu den obigen - für mich schon bewertenden - Antworten von Hoppel:


    Zitat

    Entscheidend ist nicht die Höhe der Rate, sondern der Wille, überhaupt Raten zu zahlen.


    Das habe ich auch gezeigt. Es besteht kein Anlass zu glauben, ich wolle das nicht.


    Zitat

    Daß man also die Allgemeinheit in Anspruch nehmen soll, wenn es einem schlecht geht - nicht aber zahlen kann/will, wenn es um die Rückzahlung geht?


    wenn man nicht zahlen kann ist das etwas anderes als wenn man nicht zahlen will. Ist das nicht ein versteckter Vorwurf ich wolle die Allgemeinheit in Anspruch nehmen ohne mich zu revanchieren? Woher weißt du, was ich der Allgemeinheit nicht schon gegeben habe oder meine Eltern?


    Zitat

    Du schreibst selbst, daß Du Schulden z.B. für den Führerschein und den Kauf eines Autos gemacht hast, um einen 25-Stunden-Job abzusichern. Was bitte schön hat das mit Deinem Lebensunterhalt zu tun? Kannst Du Dir vorstellen, daß dies für manche Leute ein Luxus wäre, den sie sich nicht leisten können?


    Das ist unverschämt. Man kann nicht behaupten, dass ein Auto ein Luxus ist und es für die Arbeit zu brauchen, ist für die Sicherung des Lebensunterhaltes. Das ist übrigens auch so anerkannt. Ich habe mein Leben lang ohne Auto und Führerschein verbracht bis vor ca. 5 Jahren. Ich hatte nie einen Hang zum Luxus.



    Zitat

    Ich habe Dir geschrieben, daß die öffentlichen vor privaten Schulden gehen (was durchaus auch rechtliche Auswirkungen hat, wenn es sich um Rückzahlungen, Privatinsolvenz oder Gerichtsvollzieher handelt). Das ist eine klare Ansage ohne Wertung und ohne Einschätzung Deiner persönlichen Situation - man könnte auch "hilfsbetonte Antwort" dazu sagen


    Es ging mir nicht um den Fakt, dass öffentliche vor private Schulden gehen, sondern um die Sätze und Fragen drumherum, die eine bestimmte Einstellung anklingen lassen.


    Zitat

    Erwartest Du also von Leuten, die Dir helfen wollen bzw. die Du um Hilfe gebeten hast, eine mechanische Antwort nach dem Motto "Du hast ja sooo Recht..."? Das wäre dann in meinen Augen weder hilfreich noch "hilfsbetont".


    Hab ich das jemals behauptet? Ich wollte hilfreiche Antworten, was man tun kann, welche Erfahrungen andere gemacht haben und wie diejenigen damit umgegangen sind. Dafür gehe ich in ein Forum. Vielleicht auch von anderen Betroffenen was zu hören.


    Zitat

    Hilfreich ist immer nur das, was man selbst hören will :-)))


    Kann ich wirklich nicht unterstreichen.


    VG, Tami

    Hallo!


    Ich wollte keine Antworten hören, die mir sagen: du hast recht.
    Natürlich nicht. Aber die Antwort hat mir nicht weitergeholfen, sondern nur einen Eindruck gezeigt, dass ich einen Fehler machen würde, wenn ich nicht zurückzahlte.
    Das habe ich aber gar nicht gemeint. Ich hatte ein sachliches Anliegen und die ersten kurzen Antworten hatten für mich keine wirkliche Aussage.
    Ich habe aber bereits nähere Auskünfte woanders erhalten, mit Urteilen, genauen Hinweisen und BSHG-üblichen Verfahren.


    Natürlich ist es mir auch klar, dass man ein Darlehen zurückzahlen muss. Genau das mache ich auch, wenn es von mir gefordert ist. Aber ich bin in einer Notlage und das seit Jahren. Ich bin froh noch arbeiten zu können und dankbar für alles, was ich habe. Ich hatte einfach Angst, einer Belastung ausgesetzt zu werden, derer ich nicht standhalten kann.


    Wenn man sich in einem Forum öffnet, rechnet man - vor allem in einem solchen wie hier - mit - tut mir leid - erstens genaueren Argumenten und mit weniger anderem Beigeschmack, was an der Lage vorbeigeht.


    Im Übrigen sagt mir die Antwort von snowblind schon mal mehr.
    Ansonsten muss ich sagen, dass keiner meine Lebenslage insgesamt kennt und Äußerungen bezüglich Ausgaben im Leben, z.B. für ein Auto sollten nicht so herabsetzend gemacht werden, wenn man den Menschen nicht kennt, an dem man seine Antworten richtet und seine Lage nicht kennt.
    Im Übrigen arbeite ich selbst im sozialen Bereich und habe auch gelernt, wie man empathisch auf Hilfesuchende eingeht. Daher habe ich mir auch eine Bemerkung oder Feedback erlaubt. Ein Forum sollte auch Kritik ertragen.


    Trotzdem Danke für die Antwortversuche!
    Und danke an snowblind für die Erfahrungen und Eindrücke aus seiner Sicht.


    Viele Grüße und alles Gute,
    Tami

    Hallo Hoppel,


    leider werde ich nicht verstanden, in meinen Darstellungen und Erzählungen.


    Es wurde von Ihnen geschrieben, dass öffentliche Schulden vor private Schulden gehen. D.h. für mich, wenn der Sozialhilfeträger auf mich zukommt, dann müsste ich diese Schulden vorrangig abbezahlen und die Raten wären vielleicht höher, als ich bezahlen könnte. Wenn ich Raten an das Amt zahlen muss, obwohl ich noch an Kreditgeber zahlen muss, wäre ich insolvent, da diese nicht auf mich eingehen würden, wie ein Sozialamt es könnte.


    Im Übrigen sind meine Privatschulden nicht deshalb entstanden, weil ich zuviel Geld für z.B. Handys oder andere Luxusgüter ausgegeben habe, sondern aus meiner Notlage, die ich schon sehr früh im Leben hatte, heraus entstanden sind. Ich empfinde das wirklich fast als eine Art Vorwurf.


    Ich habe - auch beim Lesen anderer Antworten hier im Forum -das Gefühl, dass ein etwas barscher unfreundlicher Ton herrscht.
    Ich habe bereits dieses Thema in einem anderen Forum für solche Themen angeschnitten und eine verständlichere und auch freundlichere zugewandte - eben hilfsbetonte Antwort erhalten.


    Man bekommt hier das Gefühl, Sie selbst sind für die Ämter tätig.


    Ich finde das sehr schade, aber das fiel mir hier schon mal auf, auch bei anderen Antworten hier im Forum - beim lesen und stöbern.


    Vielen Dank für die - wenn auch nicht hilfreichen, aber dennoch Antworten.


    MFG
    Tami

    Hallo !


    Ich werde das Amt natürlich nicht von mir aus darauf hinweisen, wollte mich aber damit auseinandersetzen. Ich habe noch recherchiert und gelesen, dass
    nach 3Jahren, wenn ein Darlehen nicht rückzahlungsmöglich
    war, es in einen Bescheid umgewandelt werden kann.
    Es gibt dazu ein rechtssprechendes Urteil.
    Öffentliche vor private Schulden? Ja gut, aber dann wäre kein Geld mehr für die privaten Schulden da und ich müßte Insolvenz anmelden. Ich hoffe, das ein Amt für Soziales dies nicht vorhat mit einer Alleinerziehenden mit Kind...Man könnte
    ja immer noch kleine Raten ausmachen, sollte es nicht umgewandelt werden können, so hoffe ich mal, zur Not.


    Gruß,
    Tami

    Hallo!


    Ich habe vor ca. 7 1/2 Jahren ein halbes Jahr mein Studium
    unterbrechen müssen, weil ich krank wurde, Krebsbefund, OP usw.
    Ich hatte damals einen 7jährigen Sohn. ich habe für diese Zeit, wo ich kein BAFöG erhielt (ein Semester) vom Sozialamt
    Sozialhilfe auf Darlehensbasis erhalten. Mir war damals noch nicht klar, dass ich finanziell nicht mehr auf die Beine kommen würde und in meinem Krankheitszustand habe ich mehr Angst um mich und meinen Sohn gehabt, als dass ich auf das Darlehen anstelle von Beihilfe hätte Widerspruch einlegen trauen oder drandenken können. Erst heute ist mir klarer, dass ich hätte mit dem Amt näher reden müssen und meine Lage klarer machen.
    Ich konnte dieses Darlehen nach dem Studium aufgrund von Arbeitslosigkeit auch nicht zurückzahlen.
    Aktuell habe ich seit einigen Jahren eine Arbeit, aber haufenweise Schulden, weil ich seit 14J. alleinerziehend ohne jede verwandtschaftlichen Rückhalt oder anderes, immer mehr
    Schulden machen musste, z.T. auch um die Arbeit überhaupt zu finanzieren (Führerschein, Auto) und gesundheitlich nicht mehr Stunden als 25Std. pro Woche arbeiten kann, ich habe chron. Schmerzen.


    Bisher habe ich noch keine Rückzahlungsaufforderung erhalten.
    Ich weiß aber nicht, ob das kommt oder ob sich die Sachlage geändert hat.
    Wenn so etwas noch auf mich zukommt, würde ich gern wissen, ob ich meine Schuldenlast als Grund angeben kann, immer noch keine Rückzahlungen leisten zu können?
    Bzw. kann ein solches Darlehen im Nachhinein noch erlassen werden?


    Für eine kurze Antwort oder Hinweise auf bestimmte Texte oder ähnliches bedanke ich mich jetzt schon.


    LG Tami