Beiträge von Pikary

    Nein, Hartz IV wird es so nicht geben, zumindest nicht die Regelleistung. Vorrangig ist BAföG zu beantragen und wenn der Bedarf für die Wohnung nicht gedeckt ist, kann zusätzlich Antrag auf ergänzende Übernahme der Mietkosten gestellt werden .

    Du hättest ein Stück weiter lesen müssen, denn in § 7 Abs. 3a SGB II steht Folgendes:


    (3a) Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner


    1. länger als ein Jahr zusammenleben,
    2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
    3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
    4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.


    Es spielt also keine Rolle, wie ihr die Mietverhältnisse untereinander klärt;)

    Hmm..genau kann ich es nicht sagen, aber ich meine mal gelesen zu haben, dass 1,20€ (ich weiß jetzt nicht genau, wie viel es aktuell sind) je qm angemessen seien. Eure Wohnung dürfte noch bis 105m² angemessen sein.


    Wenn ihr also 100m² habt, dann 100 x 1,20€ = 120€ monatliche Heizkosten.


    Wenn dieser Wert also noch aktuell sein sollte, dann dürftet ihr Brennstoff für 120€ im Monat verbrauchen und es wäre von der ARGE erstattungsfähig.

    Wenn es zwingend notwendig ist, und das ist es, da Arbeitnehmer bzw. Bewerber mit eigenem Auto lieber gesehen werden, dann solltest du ein Darlehen bekommen. Ein eigenes Auto erhöht dein Chancen bei Bewerbungen, das solltest du beim Antrag auf das Darlehen auch angeben.


    Du solltest aber nicht damit begründen, dass du damit zu Bewerbungsgesprächen fährst. Das kannst du auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln;)

    So gesehen stehen sie immer noch nicht in Verbindung mit dem Vermögen. BAföG wird ja geleistet, damit der Lebensunterhalt des Studierenden finanziert werden kann und nicht um daraus ein "Vermögen" zu bilden, um es später zurück zu zahlen. Mir ist nur der Fall bekannt, dass Schulden beim Vermögen berücksichtigt werden, wenn sie im Zusammenhang mit selbstgenutzten Wohneigentum in Verbindung stehen.

    Nein, leider lassen sich die Schulden nicht mit dem Vermögen verrechnen. Sie stehen ja auch nicht im Zusammenhang mit dem Vermögen. Anders wäre es, wenn du die Schulden für eine selbstgenutzte Immobilie hättest.


    Sogar wenn du es ausgeben könntest, dürftest du es nicht, da dies anhand von Kontoauszügen nachweisbar wäre.

    Warum sollte die ARGE denn deine Ausbildungsfirma anschreiben oder in eine anderen Art kontaktieren? Wenn du dich in Ausbildung befindest, bist du aus dem Arbeitslosengeld II raus, das ist alles, was für das Amt zählt.

    Warum willst du denn einen Zweitwohnsitz anmelden und nicht den Erstwohnsitz ummelden? Der Fall ist ja so, entweder gehörst du zur Bedarfsgemeinschaft deiner Mutter oder du bekommst das erhöhte BAföG aufgrund einer eigenen Wohnung. Beides geht aber nicht. Also solltest du deinen Zweitwohnsitz als Erstwohnsitz ummelden. So würdest du zwar nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft zählen, bekommst aber den höheren BAföG Bedarf aufgrund einer eigenen Wohnung.


    Sollte dein Bedarf für die Unterkunft nicht ausreichend gedeckt sein, kannst du meines Wissens auch Leistungen für Unterkunft und Heizung zusätzlich zum BAföG erhalten (Hartz IV). Möglicherweise könnte man denen auch noch ein Darlehen aus den Rippen leiern für die Erstausstattung der Wohnung ;)

    Du hast eine Mitwirkungspflicht und diese umfasst auch, da du eine Ausbildung anfängst, den Ausbildungsvertrag vorzulegen. Schließlich muss ja eine Berechnungsvorlage vorliegen und nicht eine bloße Aufstellung von dir.


    MIt welchem Sinn willst du die Firma schwärzen? Ein Ausbildungsvertrag ist gültig, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie andere Daten ersichtlich sind.

    Beim ALG 1 wird nur dein Einkommen angerechnet (alles über 165€), da es eine Versicherungsleistung aus deiner Arbeitslosenversicherung ist. Erst später beim Bezug von Hartz IV in der Bedarfsgemeinschaft wird das Einkommen der Ehefrau angerechnet.

    Die sollen ja auch hier keine Beratung durchführen. Die sollen dir als Mutter einfach nur sagen, welche Möglichkeiten du hast, mit deinen Kindern auszuziehen und wie der Fall aussieht, dass die Kosten hierfür übernommen werden.

    Eine genaue Regelung hierfür kenne ich leider nicht. Du solltest dich aber mal in deinem Fall mit dem Jugendamt zusammensetzen, die wissen bestimmt einen guten Rat und werden, wenn es diese Vorschrift gibt, diese auch kennen;)

    Es speilt keine Rolle, ob Mietvertrag oder Untermietvertrag. Es wäre auch nicht schlecht, wenn dein Freund vorher beim Amt anfragen würde, ob die diese Wohnung finanzieren, damit es später keine böse Überraschung gibt, wenn die ARGE "nö" sagt.

    Wie alt ist denn der Sohnemann?


    Von dem Einkommen sind zunächst 100€ anrechnungsfrei. Von den restlichen 240€ sind weitere 20% anrechnungsfrei, also 48€. Demnach werden 292€ auf den Bedarf des Kindes angerechnet (zusammen mit dem Kindergeld). Die genaue Anrechnung ist dann 292+164= 456€. Damit sollte auch der Bedarf des Sohnes gedeckt sein und er fällt aus der Bedarfsgemeinschaft raus. Damit verbunden ist natürlich auch die Kürzung des Zuschusses für Unterkunft und Heizung.

    Hast du denn schon eine abgeschlossene Berufsausbildung? Ich weiß nicht, was in der Bescheinigung vom Jugendamt stehen muss, da solltest du am besten selbst nachfragen.


    Wenn du gekündigt hast und eine Sperre bekommst, dann doch vorerst im Arbeitslosengeld 1, das wird ja danach weiter gezahlt, wenn du die Anwartschaft von 12 Monaten erfüllt hast.