Beiträge von Tamar

    Das alte JC hat ALG2 bewilligt, obwohl du jetzt woanders wohnst? Oder ist das Jobcenter auch für ALG2 am neuen Wohnort zuständig?


    Wenn das eine Auflage des Jugendamtes ist, dann solltest du in erster Linie das Jugendamt fragen, wie du das Problem lösen sollst. Auch das Jugendamt kann durchaus finanzielle Hilfen erbringen.


    Das Jobcenter zahlt nur für eine tatsächlich genutzte L, bewohnte Wohnung. Doppelmieten kommen nur in ganz wenigen Fällen in Betracht. Die Auflagen eines Jugendamtes zu erfüllen, gehört eher nicht dazu.


    Was wäre passiert, wenn du in der Wohnung geblieben wärst? Wieso ist das Jugendamt involviert? Bist du minderjährig? Ist das nur eine Auflage vom Jugendamt oder vom Familiengericht?


    Kann man mal was vom Jugendamt dazu lesen? Und den neuen Bescheid vom Jobcenter. Bitte anonymisiert und als PDF.

    So wie ich es verstanden habe, kann das Gehalt ein paar Monate später ankommen. Es handelt sich um den öffentlichen Dienst.


    Im ÖD Monate später? Glaube ich nicht, auch wenn die Lohnberechnung extern erfolgt. Der ÖD will ja keine Verzugszinsen zahlen müssen.


    Aber, wenn es so sein sollte, dann ist das Jobcenter zu unterrichten. Es wird dann

    gem. § 115 SGB X - Ansprüche gegen den Arbeitgeber Erstattung beim Arbeitgeber

    anmelden und ALG 2 als Vorleistung auf den Lohn erbringen.


    Wie teile ich meine neue Arbeit mit? Dem Sachbearbeiter einen Brief schreiben mit Kopie des Arbeitsvertrags oder anrufen und die Lage erklären?


    Mit einer sogenannten Veränderungsmitteilung und einer Kopie des Arbeitsvertrages.


    Bin mir fast sicher, dass die mich auf jeden Fall rauskicken würden auch wenn ich noch Anspruch hätte.


    Über Eventualitäten zu diskutieren bringt nichts. Sollte ALG 2 aufgrund zu erwartenden Einkommens eingestellt werden, kannst du ein Darlehen beantragen.

    Die Regelung zur Ortsabwesenheit ist nicht an eine Vermittlung gebunden. Sie gilt für alle Leistungsempfänger nach dem SGB II. Die Auflage ist übrigens täglich postalisch erreichbar zu sein und nicht regelmäßig. Woher hast du das Geld, jeden Tag in deine Wohnung zu fahren? Ungeachtet dessen erklärst du doch selbst, nie wieder dorthin zurück ziehen zu wollen, womit du deinen gewöhnlichen Aufenthalt eben nicht mehr dort hast.


    Zuständig (auch für eine notwendige Doppelmiete) wäre nunmal das Jobcenter am neuen Wohnort. Oder das Jugendamt, wenn du tatsächlich eine Auflage erfüllst, die dich betrifft und nicht das Kind. Aber die gestellten Fragen beantwortest du ja nicht. Statt dessen beharrst du stur auf deine eigene Meinung, die du nicht hinterfragen willst, wie dein Eingangsbeitrag es suggeriert, sondern einfach nur bestätigt haben möchtest.


    Wenn du anderer Meinung bist als das Jobcenter, kannst du gegen die kommenden Entscheidungen des Jobcenters, z. B. Aufhebung der Leistungen und Erstattungsforderung in Rechtsmittel gehen. Das steht dir natürlich frei.

    Ich gehe davon aus, dass am Wohnort deiner Mutter ein anderes Jobcenter zuständig ist? Dann musst du dort ALG2 beantragen.


    Von deinem alten Jobcenter steht dir allein schon deshalb nichts zu (auch, wenn du nur besuchsweise bei ihr wärst und wieder zurück wolltest), weil du ungenehmigt ortsabwesend bist.


    Warum ist es eigentlich nicht dein Verschulden, dich nicht in deiner Wohnung aufzuhalten? Wer hat dich gezwungen, sie zu verlassen? Wer ist die Sozialarbeiterin? Jemand vom Jugendamt? Eine Betreuerin? Familienhelferin? Wenn es eine Auflage vom Jugendamt geben sollte, ist das deren Angelegenheit, sich im Rahmen von Leistungen nach dem SGB VIII um deinen Lebensunterhalt zu kümmern.


    So geht es jedenfalls nicht.

    Und was willst du jetzt genau wissen? Deine Freundin hat offenbar die Anmeldung des Gewerbes und erste Einkünfte fast 6 Monate lang verschwiegen. Eine Aufrechnung mit 30% des Regelsatzes ist daher gesetzmäßig. Ob richtig gerechnet wurde, kann man nur angesichts dieser Anhörung natürlich nicht sagen.


    In den nächsten Monaten sollte das Gewerbe bekannt gewesen sein, da wäre ein Einbehalt nur in Höhe von 10 Prozent möglich. In der Summe dürfen Einbehalte sowieso 30% nicht überschreiten.


    Unter Umständen kommt es wegen der verschwiegenen Selbstständigkeit noch zu einem Bußgeldverfahren.

    Beziehst du z. B. Einstiegsgeld oder sonstige Hilfen für die Selbstständigkeit? Ansonsten kann auch gemeint sein, dass man sich den Aufbau deines Gewerbes noch weitere 6 Monate anschaut, man aber, wenn dann jedoch keine signifikante Änderung in der Gewinnsituation stattfindet, den Focus wieder darauf legen wird, dich in normale Arbeit zu vermitteln, weil du mit der Selbständigkeit nicht aus dem Leistungsbezug heraus kommst.


    Dass nach 6 Monaten die abschließende EKS eingereicht werden muss und für die nächsten Monate wieder eine neue vorläufige EKS, versteht sich von selbst. Ich gehe davon aus, dass du das weißt.

    Also soweit ich weiß ist doch die ALG2 zugänglichkeit extra vereinfacht worden

    seit Covid, damit Menschen aufgrund der Krise nicht an Ihre Ersparnisse müssen

    um ein Arbeitsverbot auszugleichen!?


    Ja, bis 31.3.21. Denn da war auch bei Selbständigen kein endgültige Festsetzung von Amts wegen zu machen, was bedeutet: wurde mehr Gewinn erzielt, als prognostiziert, hat der Selbständige profitiert. Seit 1.4.21 gelten dahingehend wieder die alten Regeln.


    Die Regelungen zu Einkommen aus Selbstständigkeit sollen verhindern, dass sich Selbstständige während ertragsreicher Monate einfach abmelden und zu ertragsschwachen Zeiten wieder anmelden und so das Sozialsystem über Gebühr belasten.

    Welche Rechtsgrundlage und Gesetz erlaubt es einem Sachbearbeiter diese Kontrolle durchzuführen?


    Das steht im Schreiben, hast du doch selbst angegeben:§ 60 SGB I - Angabe von Tatsachen.


    Im Internet steht das es rechtswidrig und verboten ist Reisepass Kopien abzufordern aus Datenschutz gründen


    Im Internet steht viel. Manches ist richtig, manches ist falsch. Und für manches gibt es auch ein "bei bestimmten Rahmenbedingungen darf das sein, ansonsten nicht."


    Was dein Jobcenter zu der Aufforderung bewogen hat, können wir nicht wissen. Ohne Grund wird sowas eigentlich nicht gemacht. Wenn du es genau wissen willst, musst du daher wohl nachfragen oder es in einem persönlichen Gespräch klären.

    Sind mit Nebenkosten die Heizkosten gemeint? Denn eigentlich wird bei der Bestimmung der Angemessenheit nur zwischen Kosten der Unterkunft (Kaltmiete und kalte Nebenkosten) und Heizkosten unterschieden.


    Wenn man euch mitteilt, dass irgendwas unangemessen ist, wird man sicherlich dann für diese Kosten nur das berücksichtigen, was angemessen ist.